Mit der klaren Ansage
»let there be drums« und
»let there be guitars« von Sänger
Pete Spilby machen sich die
Black Spiders in die Spur, um ihre neue CD "This Savage Land" einzuläuten. Nachdem der Vorgänger "Sons Of The North" vor zwei Jahren wie eine Bombe eingeschlagen hatte (die Scheibe erreichte UK Platz 5 und hielt sich neun Wochen in den Top Ten) legt das Quintett nun weitere zehn Songs nach. Gerade rechtzeitig, um sie im Vorprogramm von
Airbourne während der bevorstehenden Tour zu präsentieren. Wer bis jetzt noch am Überlegen ist, ob die Show von
Airbourne besucht werden soll, dem kann ich nach dem Hören von "This Savage Land" nur zuraten. Um rechtzeitiges Erscheinen wird allerdings gebeten, denn, wie ich finde, ist der Support besser als der Headliner, deren Musik zwar gut ist, aber dennoch etwas eintönig klingt.
Dazwischen geht im schnellen Tempo die Post ab, gespickt mit herrlichen Gitarren und immer wiederkehrenden kleinen Überraschungen, die ständig die volle Aufmerksamkeit des Hörers verlangen. Selbst vor einem Ausflug in den nie totzukriegenden Punk wird nicht Halt gemacht. Rotzfrech und schnodderig klingt die Stimme von
Spilby, als er "Stick It To The Man" singt und erinnert mich an einen jungen Draufgänger namens
Johnny Rotten, der vor fast vierzig Jahren mit seinen
Sex Pistols sein Unwesen trieb.
Nicht umsonst zählen die
Black Spiders als Hoffnungsträger im Vereinigten Königreich, denn gemeinsame Shows mit
Ozzy Osbourne,
Danzig,
Volbeat und vielen anderen, sowie Auftritten bei fast allen großen Festivals sprechen für die Qualität der Band, die erst seit 2008 besteht. Coole Spitznamen wie 'Spider', 'Owl', 'Dark Shark' und 'The Fox' tragen zusätzlich dazu bei, die Band wirksam und einprägsam in der Öffentlichkeit zu präsentieren, denn wer ist nicht neugierig zu erfahren, welche Figuren sich hinter diesen Namen verbergen.
Anspieltipps kann ich nicht aussprechen, denn die gesamte CD "This Savage Land" ist durch die Bank gut. Kräftiger Gitarrenrock von vorne bis hinten, fast immer recht zügig gespielt und mit angenehmen Gesang. Einzig im Song über die messerschwingende "Teenage Knife Gang" bleiben die Drums etwas auf der Strecke. Die Fills klingen flach und werden zudem von den Gitarren übertönt. Der Rest rockt von Anfang bis Ende. Wer sich visuell auf die Black Spiders einstellen möchte, dem sei ihr Film "Black Spiders - The Movie" ans Herz gelegt. Dort wird die Band beim Sonisphere Festival gezeigt und man sieht ihre mitreißende Bühnenshow.