The Cell / Are You Ready
Are You Ready
2002 gründete sich die Band The Cell, die hauptsächlich aus Tschechien kommt. Einzige Ausnahme ist der amerikanische Sänger und Gitarrist David Gore. Die Band hat sich dem Southernrock verschrieben und mit "Are You Ready" nun ihr Debüt-Album vorgelegt. Zudem wurden noch ein paar Gäste eingeladen, um die Band zu verstärken.
Der Sound dieses Erstlings ist hervorragend und lässt keine Wünsche offen. Der Bass kommt knackig aus den Boxen, die Gitarren klingen ordentlich und druckvoll, die Hammond behauptet sich im Klangbild und die Gesänge sind deutlich zu hören. Bei dieser Aufnahme hört man auch Feinheiten heraus, die bei anderen Produktionen oft untergehen.
Volle Punktzahl für den Klang.
Der Scheibe liegt ein 16-seitiges Booklet bei, in dem sämtliche Lyrics abgedruckt sind, die zudem auch noch gut lesbar sind, auch keine Selbstverständlichkeit. Das Artwork ist professionell gestaltet und kann auch überzeugen.
Wieder volle Punktzahl für die Gestaltung des Covers.
Nun aber zum Wesentlichen, der Musik. Alle Songs auf diesem Longplayer sind Eigenkompositionen und stammen von Michal Benes (guitar/vocals) und David Gore (lead vocals/guitar). Die Songs sind melodisch und eingängig. Bis auf ein paar schöne Balladen bewegen sich die Stücke hauptsächlich im Mid-Tempo Bereich.
Gleich der erste Song drückt schon recht ordentlich. "The Blues Never Stops" gefällt durch seine solide Gitarrenarbeit und dem männlichen Gesang von Mr Gore. Man merkt sofort: Es sind eindeutig Profis am Werk. Schleppend, riffig geht es mit "Ready For A Ride" weiter. Hier gefallen besonders die ausgereiften Backingvocals.
"Out Of Time" ist dann die erste ruhigere Nummer auf dem Album. Die akustische Gitarre dominiert auf der Instrumentenseite, während das Ohr sich auf den ausgezeichneten Gesang konzentrieren kann, und hier sind nicht nur die Lead-Vocals gemeint. Der Backing-Chor leistet ganze Arbeit. Einer meiner Anspieltipps auf dieser Scheibe.
Ein weiteres Highlight ist "I Haven't Got A Lady". Ein schönes Solo von der Hammond und der Gitarre, gepaart mit dem souveränen Gesang von David Gore. "Back Door Woman" wird von den Damen Veronika Mohaplova und Hana Vanikova gesungen. Der Song hat es in sich und ist eine weitere Empfehlung auf dieser Scheibe. Unbedingt anspielen. Hörproben gibt es übrigens von allen Songs auf der Homepage von The Cell.
Sehr gut gefällt mir auch "Third Bitch In A Row", eines der etwas flotteren Stücke mit sehr schönen Einlagen von der Orgel. Gesanglich sticht danach "Long Gone" hervor. Die Zusammenarbeit von Gesang und Backing-Vocals sind hier wirklich vorbildlich. Da passt einfach alles zusammen. Das gilt übrigens auch für den letzten Song auf diesem Album "Fall Into The Sky", der hauptsächlich akustisch eingespielt wurde. Piano, Cello und die Harmonika kommen hier zum Einsatz.
Alles in allem ein hervorragendes, abwechslungsreiches Album, das sehr relaxt rüberkommt. Besser kann ein Debüt-Album wohl kaum ausfallen.
Auch hier volle Punktzahl erreicht.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Werk der tschechischen Band und hoffe, dass ich sie mal live sehen kann.


Spielzeit: 45:13, Medium: CD, Street Records, 2006, Southern Rock
1:The Blues Never Stops 2:Ready For A Ride 3:Out Of Time 4:Burnin' Like A Fire 5:Dreams Inside My Head 6:I Haven't Got A Lady 7:Back Door Woman 8:Down 9:Third Bitch In A Row 10:Long Gone 11:Fall Into The Sky
Michael (Mike) Schröder, 17.06.2006