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Chicago, ehemaliges Einzugsgebiet von Al Capone und inzwischen die drittgrößte Stadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Hier schreiben und spielen seit über zehn Jahren Circle Of Fate ihre Songs. Und das machen sie, zumindest mit "Back To Life", dem letzten der vier bisher produzierten Alben, durchaus beachtenswert. Bisher war die Band mir und augenscheinlich auch großen Teilen der alten Welt nur wenig bekannt.
Das für die Suche nach einem Major-Label auf der MySpace-Seite veröffentlichte Songmaterial macht nach genauerem Hinhören einen starken Eindruck und hat durchaus das nötige Potential, um bei einer bekannten Plattenfirma unterzukommen.
Das äußert sich in schweren, teils modernen Riffs und alternativen Gitarrenharmonien, vermischt mit den kraftvollen und ganz und gar nicht kitschigen Vocals von Frontfrau Michele Caruso. Trotzdem ist das Ganze schon sehr auf Eingängigkeit getrimmt. Man höre sich hier als Beispiel das sehr simple, vorhersehbare "Skeletons" an.
Besser und interessanter machen es Circle Of Fate schon beim Opener "Sanctify" mit einigen gelungenen Melodiewechseln im Mittelteil, oder bei der potentiellen Single "My Religion", ist diese Nummer doch mit einem unwiderstehlichen Refrain und einem feinen Solo ausgestattet worden. Auch "Unshattered" oder "Pour Me A Drink", bei dem die Gitarren mal ein wenig höher gestimmt sind als auf dem Rest von "Back To Life" und dadurch schon fast ein wenig metallisch klingen, laufen sehr gut rein.
Auch der Sound hört sich trotz der Tatsache, dass kein finanzstarkes Label hier dahinter steht, recht annehmbar an, lediglich die Drums klingen ein wenig blechern und dünn und zu weit in den Hintergrund abgemischt. Dafür erklingen die Gitarren, der Bass und die Vocals aber richtig schön fett und zwingend.
Insgesamt hören sich einige Teile von "Back To Life" für mich etwas 'zu gewollt' an, aber vieles ist der Band auch so gut und abwechslungsreich gelungen, dass ein möglicher, größerer kommerzieller Erfolg wirklich nicht verwerflich, ja sogar wünschenswert wäre.
Zu guter Letzt möchte ich noch einmal auf die MySpace-Seite verweisen, auf der neben den üblichen Infos und Hörproben auch zwei Videos in guter Bootlegqualität zu sehen sind, die einen Eindruck über die Live-Qualitäten der Gruppe geben.
| Tracklist |
01:Sanctify
02:Skeletons
03:My Religion
04:What If
05:Broke My Heart
06:Unshattered
07:Your Gone
08:Pour Me A Drink
09:Fill The Void
10:It´s All About You
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Externe Links:
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