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"Selten hatten wir eine CD, über die so viel gesprochen wurde. Die Klickzahlen der beiden bisherigen Reviews 'explodieren' fast und schon wieder erreichte uns eine Meinung, die
Ihr gleich lesen könnt. Wie auch immer: Deep Purple scheinen in aller Munde zu sein." (Die
Redaktion)
"ROTD" ist ein sehr kraftvolles, harmonisches, anspruchsvolles, teilweise auch schwieriges
Rockalbum.
Man muss die Scheibe aufmerksam anhören und kann sie nicht so nebenbei laufen lassen.
Sicher sind auch ein paar Füller dabei, aber selbst diese sind genial, was Spielkönnen und Gesang
betrifft.
Das Album wirkt auf mich nicht 'düsterer' als die Vorherigen; im Gegenteil, es zeigt einen
Purple-Stil, wie ich ihn gewohnt bin, auch wenn Don Airey mehr in den Vordergrund
tritt.
Don bringt frischen Wind in den Purple-Sound, lässt seine jazzigen Einflüsse spielen
und gibt der Band einen spritzigen Touch, der nun eben mal etwas anders klingt. Die 'düsteren'
Empfindungen kommen von den gewohnten Purple-Molltonarten, die es schon immer gab und die ich
so sehr schätze.
Der Titeltrack erinnert mich durchaus an alte "Fireball" Zeiten. Es ist ein orientalisches
Rockkunstwerk und könnte ein Klassiker wie "Fools" werden. Für mich eine Nummer, über die ich einfach nur
staunen kann.
"Bevore Time Began" ist fast ein Theaterstück, wenn man das so beschreiben kann. Ein
absolut dramatisches, mystisches Kunstwerk.
Wer in den Genuss von "MTV" gekommen ist, wird es entweder mögen oder ablehnen. Ich liebe es. Es
ist eine Parodie auf 'MTV' und kommt total gelungen rüber, ein fantastischer Song mit schwierigsten
Passagen, Disharmonien (leicht freejazzig), bestem Gesang und feinem Rhythmus. Es erinnert mich ein wenig
an "No One Came".
Fazit:
"ROTD" ist ein sehr anspruchsvolles gelungenes Album, welches zugegebenermaßen nicht bei allen
Stücken gleich ins Ohr geht. Man muss es aufmerksam anhören und je mehr man es hört, desto mehr wird
man es lieben.
Meine Favoriten sind "Wrong Man", "Rapture Of The Deep", "Clearly Quite Absurd", "MTV" und
"Bevore Time Began". Ich bin sehr beeindruckt von der Kreativität und dem Können dieser starken Band
und sie gehen ihren Weg, ohne an die breite Masse zu denken.
Das Cover ist spritzig und hat Pfiff. Viele Rockfreunde lehnen es ab, gerade
deshalb ist es interessant und gibt Impulse. Ein Männchen, dass sich verkehrt herum spiegelt,
umgekehrt die Bäume im Hintergrund. DP gehen nicht auf die breite Masse ein, sie können es sich
leisten zu machen, was sie selbst wollen. Sie beweisen es mit ihrer neuen Scheibe "Rapture Of The
Deep" und ich freue mich bereits auf die nächste Deutschland Tour.
"Noch jemand, der zu dem Album etwas sagen möchte? Dann ab in unser Forum und
losdiskutiert. " (Die Redaktion)
Spielzeit: 50:65, Medium: CD, Edel Records, 2005
1:Money Talks (5:33) 2:Wrong Man (4:02) 3:Girls Like That (4:53) 4:Rapture Of The
Deep (5:55) 5:Clearly Quite Absurd (5:25) 6:Don´t Let Go (4:33) 7:Back To Back (4:05) 8:Kiss Tomorrow Goodbye (4:20) 9:Junkyard Blues (5:33) 10:Before Time Began (6:31)
Evi Ivan, 23.10.2005
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