Dente / Iotradinoi
Iotradinoi Spielzeit: 38:47
Medium: CD
Label: Ghost Records, 2011
Stil: Pop

Review vom 17.01.2012


Wolfgang Giese
Der richtige Name des Künstlers lautet Giuseppe Peveri. Er wurde 1976 geboren.
Jede/jeder von uns verknüpft mit italienischer Musik wahrscheinlich unterschiedliche Interpreten und deren unterschiedliche stilistische Ausprägungen. Seien es die Prog-Rocker PFM, die New Trolls oder mehr an Charts Orientierte wie Eros Ramazotti, Angelo Branduardi, Umberto Tozzi, Alice, Zucchero oder Paolo Conte und all die anderen. Dente passt eigentlich in keine dieser Richtungen. Verglichen wurde er bislang eher mit Fabrizio De André oder Lucio Battisti.
Nur Gitarre und fast schon gehauchter Gesang, so bringt uns der Künstler über die erste Runde - "Due Volte Niente", so startet die italienische Reise. Mit voller Instrumentierung und kräftigem Schlagzeug, schüttelnder Perkussion und Wurlitzer-Orgel geht es dann allerdings druckvoller weiter. Jedoch scheint mir der zweite Song irgendwie richtungslos dahinzufließen, und ausgeblendet wird obendrein. Also geht die Suche nach einem gewissen Profil weiter, das sich ab Titel drei dann einzustellen scheint. Wieder akzentuierte Drums, ein pumpender Bass und ein verspieltes Ambiente, ja, "Saldati" ist richtig einprägsam. So hat man wohl gut daran getan, dieses Stück als Single-Auskopplung zu wählen. Aber noch weitere, sehr interessant arrangierte Titel finden mein Wohlwollen und ich hoffe, auch vieler weiterer Musikliebhaber. So bezirzt das schwungvoll-poppig vorgetragene "Giudizio Universatile" mit seiner Leichtigkeit, Heiterkeit und dem hervorragend eingesetzten Streicherarrangement.
Giuseppe Peveri spielte in seiner Heimat in den Bands Quic und La Spina, bevor er 2006 sein erstes Soloalbum veröffentlichte. Seit 2009 ist er nun unter Vertrag bei Ghost Records und diese Platte ist seine zweite für das Label. Bereits im Oktober erschien sie in Italien und ich hoffe, diese sehr interessante Musik wird auch hier einige Liebhaber/innen finden. Hervorzuheben sind hierbei die teils ungewöhnlichen Arrangements und die besondere Atmosphäre, die die Musik ausstrahlt. Sehr sympathisch, teils recht lasziv, aber nicht langweilig, das Besondere steckt oft im Detail und nach einigen Durchläufen gewinnt die Musik an Spannung, also schön zuhören und entspannen.
Der letzte Song beginnt recht ruhig und steigert sich bis zum Schluss mit südamerikanisch angehauchten Rhythmen, die die Hüften in Schwung versetzen können, ein starker Abgang! Und nichts wirkt oberflächlich, sondern hat auf gewisse Weise Biss - 'al dente' eben!
Line-up:
Dente (chitarra e voci, cori)
Tommaso Colliva (Glockenspiel)
Gainluca Cambini (batteria, percussioni, cori)
Andrea Cipelli (piano, Wurlitzer, organo, Fender Rhodes, cori)
Nicola Faimali (basso, cori)
Enrico Gabrielli (sax contralto, flauto, cori)
Raffaele Kohler (tromba)
Luciano Macchia (trombone)
Daniel Plentz (percussioni, shaker, cori)
Tommaso Sacchi (cori)
Rodrigo D'Erasmo (violini)
Massimo Martellotta (dulcitone)
Daniela Savoldi (violoncello)
Tracklist
01:Due Volte Niente
02:Piccolo Destino Ridicolo
03:Saldati
04:Casa Tua
05:Cuore di Pietra
06:Giudizio Universatile
07:Da Varese a Quel Paese
08:Io Sì
09:Puntino sulla I
10:La Settimana Enigmatica
11:Pensiero Associativo
12:Rette Parallele
(Canzoni scritte da Giuseppe Peveri)
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