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Auch wenn ich bisher selber keine Veröffentlichungen von Diabolos Dust gehört habe, der Name war mir ein Begriff. Und jetzt habe ich die zweite Langrille "Inferno" der Landshuter Thrasher vor mir und ich muss gestehen, trotz der maximalen 'Oldschooligkeit' gefällt mir dieses Album ausgesprochen gut.
Die Kompositionen sind energiegeladen und man hört den Musikern ihren Spaß beim Einspielen an. Für ein zweites Album klingen die Songs reif und ausgewogen und lassen damit die gewisse sympathische Holprigkeit vermissen, die den meisten Bands in dieser Phase anhaftet. Damit möchte ich die Musik des Quintetts keinesfalls schlecht reden, denn die Jungs machen ihre Sache mehr als gut. Natürlich fehlen auch die gewünschten, genretypischen Ecken und Kanten nicht und auch der musikalische Härtegrad wird auf dem Silberling ziemlich hoch gehalten.
Besonders die Rhythmusfraktion macht hier ihren Job ausgezeichnet. An die Stimme von Frontmann Jürgen Dachl musste ich mich erst etwas gewöhnen, aber nach einigen Durchläufen entfaltete diese ihren vollen Charme, der perfekt zur dargebotenen Musik passt. Die Soli sind noch verbesserungswürdig, aber auf jeden Fall merkt man, dass sich hier etwas entwickelt. Noch ein wenig mehr Erfahrung und das Gefrickel reicht qualitativ an den Rest der Songs heran.
Die Produktion ist solide, wenn auch partiell etwas zu dünn. Besonders das Schlagwerk kommt einigermaßen dürftig produziert daher. Hier hätte ich mir mehr 'Arschtreten' gewünscht.
Der einzige wirklich störende Punkt, den ich zu bemängeln habe, ist das Cover Artwork, das so wirkt, als käme es aus einem schlechten PC-Rollenspiel der 90er Jahr. Da hätten sich die Mannen durchaus etwas Besseres einfallen lassen können. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.
Auf jeden Fall werde ich meine Augen und Ohren offenhalten und erwarte - mit diesem Album im Gepäck - ausgedehnte Liveaktivitäten, denn dafür sind diese Songs geschaffen. Für ein drittes Album wünsche ich mir noch den einen oder anderen Ohrwurm mehr, dann sollte der viel zitierte 'Durchbruch' in nicht allzu großer Ferne liegen.
Line-up:
Jürgen Dachl (vocals)
Anton Lini (guitar)
Dario Brunner (guitar)
Roland Zehrer (bass)
Stefan Fesser (drums)
| Tracklist |
01:The Way (0:53)
02:Inferno (4:36)
03:Wasting Time (4:28)
04:Wheel Of Fortune (4:49)
05:Grace Of Creation (4:28)
06:Clouds Of Malice (4:36)
07:The Lion Gate (6:28)
08:Fire Down Below (4:47)
09:The Reaper (4:56)
10:Devil Advocates (4:40)
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Externe Links:
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