The Dirt / Takes You High
Takes You High Spielzeit: 40:57
Medium: CD
Label: Eigenproduktion, 2014
Stil: Rock

Review vom 28.05.2014


Alexander Mörwald
2010 als Coverband gegründet, liefern die Passauer Rocker von The Dirt mit "Takes You High" ein bemerkenswertes Debütalbum ab. Gemastert wurde das ganze von dem Dänen Jacob Hansen, der regelmäßig mit bekannten Bands wie Magnum, Pretty Maids oder Destruction arbeitet.
Bereits 2012 brachten The Dirt eine EP mit dem Namen "Beat Is On Fire" heraus, die ihnen gute Kritiken und Airplay bei Tom Glas auf Bayern3 einbrachte. Daher wurde das Debüt, auf dem die Songs der EP mit enthalten sind, mit einer gewissen Vorfreude erwartet. Und man muss sagen, dass die Erwartungen mit "Takes You High" mehr als erfüllt werden.
Die vierköpfige Band in der klassischen Besetzung mit zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug bietet ein energiegeladenes, kurzweiliges und frisches Album, voll mit rotzigem Hard Rock.
Wie dereinst Manowar auf "Kings Of Metal" lassen auch The Dirt zur Einstimmung als Intro einen Motor aufheulen, der dann in den Opener "Good Times Win" übergeht. Ein schneller Song, der von Energie und Geschwindigkeit her an Motörhead erinnert aber durch den ungeschliffenen Gesang von Ace Man auch einen Schuss Punk Rock à la Sex Pistols besitzt. Ein vielversprechender und gelungener Anfang. Mit "Hail Rock & Roll", einem astreinen Heavy Rock-Titel mit starkem Refrain, gibt die Band die Losung für den weiteren Verlauf der Scheibe vor. Auch "Spellbound" kann voll und ganz überzeugen, wobei hier vor allem die Stimme gut zur Geltung kommt. Vielleicht liegt es an dem Pfiff à la Biff Byford, der im Mittelteil des Songs vorkommt, aber auch musikalisch erinnert das Stück durchaus an die NWoBHM-Legende Saxon mit einer zusätzlichen Dosis Rock'n'Roll.
Etwas ruhiger, aber wirklich nur etwas, kommt "Citylights" daher, mit AC/DC-artigem Grundrhythmus, eingängigem Refrain und guter Gitarrenarbeit. Beim nächsten Stück "Can’t Stop Us" und dem darauf folgenden Titelsong "Takes You High" geht es wieder mit geballter Power geradeaus nach vorne. Die nächsten vier Nummern wurden bereits auf dem erwähnten Erstlingswerk "Beat Is On Fire" veröffentlicht. Der Titeltrack daraus macht den Anfang, es folgen "Nobody Knows", "Running High" und "A Hole Is A Hole", allesamt sehr gute Hard- bzw. Heavy Rock-Songs, wobei "Nobody Knows" das wohl größte Hitpotential besitzt.
Als absolutes Highlight überraschen The Dirt zum Schluss des Albums mit einer sehr gelungenen Akustik-Version von "Takes You High", bei der sich Sänger Ace Man eindrucksvoll auch von seiner gefühlvollen Seite zeigt.
Fazit: The Dirt liefern ein tolles Debüt in der Tradition des Rock’n’Rolls von Bands wie Motörhead, AC/DC oder Mötley Crüe. Wer guten Hard Rock mag, sollte zuschlagen und sich das Album holen.
"Takes You High" ist u. a. bei Amazon als MP3 verfügbar.
Line-up:
Bernhard 'Ace Man' Atzesberger (vocals, guitar)
Volker 'Volle' Kilian (drums)
Stefan 'Steve' Vitek (lead guitar)
Philip 'Phil' Wieland (bass, vocals)
Tracklist
01:Good Times Win (3:36)
02:Hail Rock & Roll (3:37)
03:Spellbound (4:16)
04:Citylights (4:33)
05:Can’t Stop Us (4:02)
06:Takes You High (3:01)
07:Beat Is On Fire (4:11)
08:Nobody Knows (4:14)
09:Running High (2:53)
10:A Hole Is A Hole (3:34)
11:Takes You High [Unplugged] (3:00)
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