2010 als Coverband gegründet, liefern die Passauer Rocker von
The Dirt mit "Takes You High" ein bemerkenswertes Debütalbum ab. Gemastert wurde das ganze von dem Dänen
Jacob Hansen, der regelmäßig mit bekannten Bands wie
Magnum,
Pretty Maids oder
Destruction arbeitet.
Die vierköpfige Band in der klassischen Besetzung mit zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug bietet ein energiegeladenes, kurzweiliges und frisches Album, voll mit rotzigem Hard Rock.
Wie dereinst
Manowar auf "Kings Of Metal" lassen auch
The Dirt zur Einstimmung als Intro einen Motor aufheulen, der dann in den Opener "Good Times Win" übergeht. Ein schneller Song, der von Energie und Geschwindigkeit her an
Motörhead erinnert aber durch den ungeschliffenen Gesang von
Ace Man auch einen Schuss Punk Rock à la
Sex Pistols besitzt. Ein vielversprechender und gelungener Anfang. Mit "Hail Rock & Roll", einem astreinen Heavy Rock-Titel mit starkem Refrain, gibt die Band die Losung für den weiteren Verlauf der Scheibe vor. Auch "Spellbound" kann voll und ganz überzeugen, wobei hier vor allem die Stimme gut zur Geltung kommt. Vielleicht liegt es an dem Pfiff à la
Biff Byford, der im Mittelteil des Songs vorkommt, aber auch musikalisch erinnert das Stück durchaus an die NWoBHM-Legende
Saxon mit einer zusätzlichen Dosis Rock'n'Roll.
Etwas ruhiger, aber wirklich nur etwas, kommt "Citylights" daher, mit
AC/DC-artigem Grundrhythmus, eingängigem Refrain und guter Gitarrenarbeit. Beim nächsten Stück "Can’t Stop Us" und dem darauf folgenden Titelsong "Takes You High" geht es wieder mit geballter Power geradeaus nach vorne. Die nächsten vier Nummern wurden bereits auf dem erwähnten Erstlingswerk "Beat Is On Fire" veröffentlicht. Der Titeltrack daraus macht den Anfang, es folgen "Nobody Knows", "Running High" und "A Hole Is A Hole", allesamt sehr gute Hard- bzw. Heavy Rock-Songs, wobei "Nobody Knows" das wohl größte Hitpotential besitzt.