|
In den Siebzigern waren sie schon 'ne Nummer und tourten u.a. mit ZZ Top, Stevie Ray Vaughan, David Bowie, Bob Seeger, Robert Palmer, BB King, Toto, Sea Level, Huey Lewis And The News, Reo Speedwagon, Foreigner, Blue Oyster Cult, Charlie Daniels, den Outlaws und John Lee Hooker.
Sie brachten sieben Scheiben auf den Markt und nach dem 86er Abschiedskonzert war es still um die Band.
2004 waren sie wieder on stage: Ein Reunion Konzert. Hmm, zwei Jahre zuvor gab es allerdings auch schon mal ein Konzert unter dieser Prämisse.
Wie auch immer; wem die Band - so wie mir - damals durch die Lappen ging, hat nun Gelegenheit, sich mit dieser "Best-of" Futter für den Player zu besorgen um einen Einblick in das Schaffen dieser Band zu bekommen. Einer Band, die damals vor zig-Tausenden spielte und deren Verdienst es war, dass in diesem Ort ab dem Zeitpunkt Rockkonzerte verboten waren, denn im "Ontario Beach Park" in Rochester, NY brach bei einer Show der Band die komplette Infrastruktur zusammen.
Stilistisch wird einiges geboten. Sei es southern-mäßig ("The Band Played On", hier machen sich - genretypisch - zwei Gitarren lecker ans Werk), Status Quo Boogie ("Rockin' In A Motel Room"), Bob Welch-Rockpop, in den plötzlich SR-Gitarren ihre Riffs werfen ("I'm available").
Mit dieser Kombination geht es weiter, bis "Little Lady" etwas ZZ-Top-Drive in den musikalischen Melting Pot bringt. Geile Soli, unbändiger Vorwärtsdrang - um es mal auf einen Nenner zu bringen.
Es gibt Slow-Boogie ("Slow, Loud And Dirty"), bisschen Leon Russell Feeling ("Trouble In Paradise") und mit "Rock'n'Roll Band" auch einen leichten Rock-Funk (keine Bange es rockt, aber diese Nummer hätte ich gerne mal von Mothers Finest gecovert gehört).
Mich wundert es nicht, dass bei Duke Jupiter Tausende feierten, denn diese Musik passt weil sie einfach für jeden etwas bietet. "Days Between Us" bedient sogar die Jam/Allman Fraktion. Weia, mit dieser Aussage könnte es Prügel geben, denn man kann den Track auch unter dem Aspekt des "Schwiegermutter-kompatiblen-Instrumentals" sehen. Aber genau das ist es, was mir an dieser CD so gefällt: Das Teil passt einfach bei allen Gelegenheiten.
Mir wird "And The Band Played On" in Zukunft Autofahrten versüßen, auf Parties für Stimmung sorgen und wenn es mal einen trüben Tag geben sollte: rein in den Player und gute Laune wird garantiert nicht lange auf sich warten lassen.
Spielzeit: 62:27, Medium: CD, 2003
1:The Band Played On 2:Rockin' In A Motel Room 3:I'm Available 4:Cut It Loose 5:Little Lady 6:The Wrong Ones 7:Don't You Look At Me Like That 8:Slow, Loud And Dirty 9:Trouble In Paradise 10:Taste The Night 11:Sweet Cheeks 12:Rock'n'Roll Band 13:This Is Japan 14:Out Of My Mind (Live) 15:I Want To Love You 16:I'll Drink To You 17:Days Between Us
Ulli Heiser, 22.01.2005
|