Edge Of Forever / Another Paradise
Another Of Paradise Spielzeit: 50:23
Medium: CD
Label: 7 Hard Records, 2010
Stil: Melodic Rock

Review vom 10.01.2010


Mike Kempf
Wenn Musiker wie Bob Harris bei solch musikalischen Granaten wie Axe, Steve Vai oder
Frank Zappa, Roberto Tiranti (Labyrinth), Igor Gianola bei (U.D.O, Gotthard und Jorn) sowie Carsten 'Lizard' Schulz (Domain) mitwirkten, dann sind die Referenzen nicht von schlechten Eltern!
Dass sich der eigentliche italienische Vierer, bestehend aus Alessandro Del Vecchio, Walter Caliaro, Nik Mazzucconi und Francesco Jovino mit den oben genannten Musikern verstärkt hat, hat die Qualität der Tonkonserve, logischerweise, nicht gemindert.
Der Silberling wird mit "Distant Voices" eröffnet und bestätigt gleich meinen Verdacht, dass hier Melodic Rock im Stil der 80er präsentiert wird, als der Hard- und Melodic Rock Hochkonjuktur hatte. Auch "Another Paradise" bleibt in derselben Spur. Wie es sich für anspruchsvolle Rockmusik gehört, vernehme ich einen erstklassigen Del Vecchio am Mikro, glänzende Stromgitarren, heftige Drums, 'nen fetten Bass und eindrucksvolle Keyboards! Da fühlt man sich gleich um drei Jahrzehnte zurückversetzt und ich denke, dass die Zeit, als es fast nur Handmusik gab, nicht die schlechteste war! "Lonely" kann ich schon mal als Hörprobe empfehlen. Erstklassige Rhythmen, gepaart mit dem rockigen Gesang des Frontsängers, tollem Refrain und eingespielten Instrumentalisten lassen nur ein Urteil zu: Toller Melodic Rock! Den folgenden Song haben sie mit "Edge Of Live" betitelt und sich fast selbst gewidmet. Eine schöne, butterweiche Rockballade wird einem hier geboten, die vor allem beim weiblichen Anhang, schon wegen Alessandros Gesangseinlagen, bestens ankommen müsste. Zur Halbzeit haben sie für den Zuhörer noch "I Won't Call You" im Angebot. Für meinen Geschmack ist das Teil etwas zu soft, bedingt durch immer wiederkehrenden Refrains.
Da geht "My Revenge" schon mehr ins Blut. Hier wird in allerbester Hard Rock-Manier gezaubert, wird das Teil durch erstklassige Tastenelemente und Gitarrenläufe geprägt. Dass der Tonträger mit der tollen Stimme von Alessandro steht oder fällt, wird einem bei "What I've Never Seen" bewusst! Bei dieser Ballade und seinem Schmelzgesang, bekomme sogar ich, als Freund von AC/DC -Klängen, weiche Knie! Ach nee, nun muss ich doch noch einen Minuspunkt notieren. Covern sie mit "What A Feeling" den Klassiker vom Tanzfilm Flashdance. Mag sein, dass es damit zusammenhängt, weil ich den Schmusi-Film noch nie mochte. Aber auch so turnt mich das Teil nicht an.
Zum Ende werden noch "Eye Of The Storm" und "Against The Wall" in die Waagschale geworfen. Während "Eye Of The Storm" als Durchschnitt durchgeht, sorgt "Against The Wall" noch mal für eine 'Hühnerpelle' und avanciert als Tipp zu einer weiteren Hörprobe. Hier kommt Alessandros Stimme zum wiederholten Male bestens zur Geltung, scheppert Francescos Schießbude gewaltig, lassen die Stromgitarren ihre Saiten stark vibrieren und Del Vecchios Synthesizer-Einlagen setzen tolle Akzente!
Fazit: Ich habe eine sehr angenehme Platte gehört, der ich auch eine Kaufempfehlung, zumindest für Liebhaber des Melodic Rocks, aussprechen kann. Vorab halte ich aber ein Reinhören für unabdingbar, da man hier auch nichts Neues zu erwarten hat. Das Scheibchen reiht sich unter vielen guten Tonträgern im Stil der Achtziger Jahre ein, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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Line-up:
Alessandro Del Vecchio (vocals, keyboards)
Walter Caliaro (guitar, vocals)
Nik Mazzucconi (bass)
Francesco Jovino (drums)
Bob Harris (backing vocals)
Roberto Tiranti (backing vocals)
Jgor Gianola (lead guitar)
Carsten 'Lizard' Schulz (backing vocals)
Tracklist
01:Distant Voices
02:Another Paradise
03:Lonely
04:Edge Of Live
05:I Won't Call You
06:My Revenge
07:What I've Never Seen
08:What A Feeling
09:Eye Of The Storm
10:Against The Wall
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