Trash aus Prinzip
Schon das völlig banale Covermotiv erinnert an alte B-Movies und miese Horrorfilme mit billigen Effekten. Nach dem Intro fühlt man sich beim Titeltrack sofort an die legendären
Misfits, die Erfinder des Horror-Punk, erinnert. Allerdings wird die Qualität von dieser Band mit Klassikern wie "Last Caress", das auch schon von
Metallica gecovert wurde, nicht ansatzweise erreicht. "Obey" bietet mit seinen fünf Songs plus Intro nicht gerade viel fürs Geld und nach 15 Minuten ist der punkige Spaß auch schon wieder vorbei. Das Ganze kommt doch arg schrammelig und etwas unbeholfen rüber. Egal, denn als Einheizer für Wrestling-Kämpfe eignet sich diese Musik sicher perfekt.
So muss man abschließend hier auch die Gewichtung der EP etwas anders legen. Danach steht nicht die Melodie oder das Lied im Vordergrund, sondern hier geht es rein um Entertainment und Image. Wenn sich der Gitarrist schon Jesus Fistus nennt, ist eigentlich alles gesagt. Insgesamt also nur etwas für hartgesottene Wrestling-Fans und Leute mit Trash-Chromosom.
Auf Platte also eher zwiespältig, bin ich aber sicher, dass diese Musik live dann ihren Reiz entfalten kann. Wer Lust hat kann die Band im Dezember noch live erleben wenn die 'Rock'n'Roll Wrestling Bash'-Tour wieder durch die Gegend zieht und dann u. a. noch in Köln und Stuttgart Station macht.