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Jimi Bedsole (Ian Moore), Dizzy Gillespie (Kentucky Headhunters, Doyle Bramhall Sr., Bugs Henderson, Ed King), Robert Hacker (Al Dimeola, Willie Nelson, Ray Wylie Hubbard) und Chris Lyons (George Baker, Gary U.S. Bonds) sind Entow Nation.
Chris ist allerdings auf "Set Up And Play" nicht mit an Bord; seinen Part übernimmt Jeff Howard. Laut Bandseite haben die Jungs die Schublade 'Austin Texas based Rock Blues Band' gewählt. Verstärkt werden sie auf dieser CD unter anderem von Lance Keltner, der auch für die Aufnahme und das Mixen zuständig war.
Unter anderem Lance Keltner, denn es gibt weitere Gastmusiker, die nicht gerade einen schlechten Ruf haben: Mark Andes etwa, der bei Randy California, Spirit, Canned Heat, Jo Jo Gunne und Heart zupfte.
Ein Line-up also, welches mich vorfreudig auf die ersten Töne warten lässt. Und die kommen in Form von dreckigen Gitarrenriffs aus der Boxenecke. Gitarrenlicks, die mich des öfteren an Lee Clayton erinnern, dann aber duellartig mit der zweiten Gitarre um die Wette eifern. Dazu 'lesliet' die Hammond, dass es eine wahre Freude ist.
"D.C." eröffnet in bester Blues-Rock Manier und überhaupt ist das ein echter Texas Bluesrockkracher.
Etwas ruhiger, aber nicht minder gitarrenbetont geht es weiter, bis mit "More Than You Need" ein rockiger Nahkampfblues für Stimmungswechsel sorgt. Mr. Keltner übernimmt die Sechsaitige, Gänsehaut-Backing-Vocals von Natalie Zoe und ihren Freundinnen tun ein Übriges und wem das noch nicht genug ist, darf sich zusätzlich an der Hammond erfreuen.
"Thunder" beginnt mit einem kurzen Donner (what else?) und lebt von traumhaften Vocals und dann sind da wieder diese beiden Gitarren. Eine führt, die andere begleitet akustisch mit hart angeschlagenen Akkorden .
Es folgt ein Boogie mit Lance an der Klampfe - zu der Hammond gesellt sich ein Piano, die Melodie geht in den Kopf, der Rhythmus in die Beine. Fetzig!
"J.C.'s Blues" wirkt beim ersten Hören (trotz der Double Leads) bisschen eintönig. Beim zweiten Durchlauf sieht das anders aus und für mich hat der Song (Stimmung, Rhythmus Klangfärbung der Stimme), irgend 'etwas', das zwischen Quicksilver Messenger Service und einer brutal ins Geschehen kotzenden Lee Ritenour-Gitarre liegt. Klingt weird, gelle? Aber das ist mein Eindruck und die Nummer wird mit Sicherheit auf einem Sampler landen, der 'besondere' Titel beheimatet.
"Disposable": Gitarrenorgien, Wah Wahs, Soli.......
Ich packe die Luftgitarre aus und drehe den Amp lauter, bis mich der anschließende Rausschmeißer wieder 'normal' werden lässt. Das Album endet ruhig und gemäßigt und nach sekundenlanger Pause fragt jemand wiederholt: "What do you think?". Meine Antwort: Goiles Teil!
Nun noch mal dieses überirdische dreckige Gitarrenriff des ersten Tracks hören, noch mal "Thunder" und auch "J.C.'s Blues" muss noch mal kommen. Und so wie ich mir immer wieder ne Kippe anzünde, brauche ich das Eingangsriff von "33 To 19" noch einmal.
Anmerkung: Traditionell wäre: DER Riff! (die Red.)
Da Capo!
Spielzeit: 41:50, Medium: CD, Phoenix Records, 2004
1:33 to 19 2:D.C. 3:Blues Singer 4:More than you need 5:Thunder 6:Boomerang 7:J.C.'s Blues 8:Disposable 9:Livin' on
Ulli Heiser, 13.01.2005
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