Wir erinnern uns, normal existierten vor einigen Jahren weite Teile der Hardcore- und Metalszene musikalisch für sich weitesgehend allein, nur gelegentlich verirrte sich mal ein metallisches Riff ins wütende Hardcorelager, z.B. bei ganz frühen Vorreitern wie
Biohazard. Ausgelöst von amerikanischen Bands wie die Genrekönige
Killswitch Engage schossen allerorts, nicht zuletzt auch auf dem alten Kontinent, einschließlich Deutschland, Heerscharen an ähnlich gelagerten Bands aus dem Boden. Wütende Shouts in bester Hardcore-Tradition, thrashige, nicht selten von
Slayer 'geborgte' Gitarrenriffs, und jede Menge Melodien in der Tradition der Arrangements der Melodic Death-Vorreiter
At The Gates plus oft sehr sozialkritische Lyrics. Das waren und sind meist die Hauptzutaten. Nun, diese Blaupause führte auch dazu, dass nur eine Handvoll dieser Bands wirklich originell rüber kam und eine eigene Identität entwickeln konnte.
Weiter mit den Shouts, die eindeutig zur Nichthabenseite gehören. Keine Frage, Sänger Julien Primout klingt wie es sich gehört, mächtig angepisst und kraftvoll, allerdings auch kaum variabel. Das führt leider schnell zu Langeweile. Die wenigen cleanen Gesangsparts sind dagegen fast alle durchweg gut gemacht.