Rockmusik aus Malta besitzt wirklich einen absoluten Obskurfaktor! Außer den beiden grandiosen Doom Metal-Bands
Nomad Son und
Forsaken und der Tatsache, dass der legendäre
Krokus-Frontmann
Marc Storace von dort stammt, wusste ich aus dem Stehgreif bisher keine weiteren Zusammenhänge zwischen dem schnuckeligen, kleinen Mittelmeer-Inselstaat und unserer geliebten Knallbumm-Mucke. Die hier berücksichtigten
Fire sind somit erst die vierte mir bekannte Verbindung dieser beiden Begriffe.
Um so interessanter ist es daher, sich den ursprünglich bereits vor vier Jahren scheinbar in Eigenregie erschienenen, nun als Re-Release über Avenue Of Allies ans Tageslicht gebrachte Longplayer der eher melodisch ausgerichteten Hard Rocker
Fire anzuhören. Dass sie bereits damals im Rahmen dieses zehn Tracks umfassenden Silberlings die oben bereits erwähnten
Krokusse auf ihren Malta-Dates supporten konnten, macht Sinn, denn leichte Parallelen zu dem Schweizern sind, obwohl man etwas gediegener und nicht ganz so 'heavy' oder brachial wie die Idole an die Sache heran geht, eindeutig auszumachen. Aber auch australische Recken wie
AC/DC und sogar ein dezenter Schuss
Rose Tattoo könnt ihr in den teilweise mit ordentlich Schlagzeug-Punch und wummernden Bassläufen glänzenden Rock-Songs wie beispielsweise "Taste This (Rock'n'Roll)" heraus hören.
Das Quinett, ganz nebenbei erwähnt im Jahre 1998 mit dem Ziel, eine Coverband zu sein gegründet, paart auf wirklich allen zehn Tracks gekonnt Melodie und ein leicht souliges Feeling mit massenhaft Rock'n'Roll und wirkt dadurch erst so vielseitig: Balladen wie "Goin' Down" stehen wie selbstverständlich neben straighten Hard Rock-Songs der Marke "Get Out Of My Way". Und meiner Meinung nach ist es bei dieser Band auch gerade das relativ Abwechslungsreiche, das es schaffen sollte, vom Delta-Blueser über den klassischen Hard Rock-Fan bis hin zum Metalhead sämtliche Rockmusik hörende Menschen von sich überzeugen zu können. Als Bonustracks gibt es übrigens eine etwas rockiger als im Original gespielte
Bryan Adams-Coverversion ("Run To You") und einen ursprünglich für den Radio aufgenommenen Weihnachtssong namens "Miss You This Christmas". Lediglich das Frontcover kann bei mir nicht wirklich punkten: da muss schon mehr kommen, um den Leuten ins Auge zu stechen!
Wie das aktuelle Nachfolgewerk "Thrill Me" (2009) allgemein ausgefallen ist, kann ich leider nicht konkret bestimmen, da mir das Album nicht vorliegt. Doch wenn es so gut ist wie der hier besprochene Vorläufer, dann könnt ihr gleich zweimal zuschlagen.
Ich vergebe
7 von 10 RockTimes-Uhren für diese beachtenswerte Leistung!