Gæleri / Gates Of Rome
Gates Of Rome Spielzeit: 40:12
Medium: CD
Label: RoastingHouse Records, 2014
Stil: Rock

Review vom 23.11.2014


Mike Kempf
Obwohl Gæleri bereits von 1996 bis 2004 existierten und während dieser Zeit der Nachwelt drei Alben hinterließen, sind sie für mich ein unbeschriebenes Blatt. Mit "Gates Of Rome" feiern die Schweden nach einer mehrjährigen Pause nun ihr Comeback, bleiben dabei - wie ich beim Durchhören älterer Songs gleich merke - ihrem vorherigen Stil (AOR) treu und liefern dem Musikfreund zehn frische melodiöse Songs.
Nach dem ersten Hördurchgang signalisieren mir meine Sinnesorgane, irgendwie alles schon einmal konsumiert zu haben. Diese Feststellung ist an sich kein Wunder, da sich Gæleris Songstrukturen stark an so bekannten Bands der 80/90er, wie zum Beispiel Foreigner, Europe oder Scorpions anlehnen, als diese vor gut drei Jahrzehnten die Musikfreunde mit eingängigen Melodien, prägnanten Sängern, typischen Gitarren-Hooks und entsprechend guten Gitarristen beeindruckten.
"Ready Or Not", "Let Your Love Bleed" oder "No Boundaries" sind prima Beispiele, die sich allesamt im Classic Rock widerspiegeln. Es sind Songs, die, wenn sie vor gut drei Jahrzehnten das Licht der Welt erblickt hätten, zu großartigen Hits hätten heranreifen können. Aber gut, auch etliche Jahre später weiß das Gæleri-Songmaterial mich komplett zu überzeugen und für den nach allen Seiten offenen Musikliebhaber dürfte es keine Rolle spielen, wie und wann ein Song entstanden ist. Die musikalische Qualität der Band passt und man merkt es ihr an, dass hier keine Amateure am Werk sind. Dazu beherrschen sie alle elementaren Grundkenntnisse des AOR - viel Rhythmusgefühl, guter kraftvoller Gesang, tolle klassische Gitarrenriffs und viel Feeling für Melodien - geradezu perfekt. Liebe Leser, hört Euch mal stellvertretend "Wannabe" an. So eine Nummer hat beste Chancen, sich dauerhaft ins Langzeitgedächtnis des Konsumenten zu verankern.
Nach mehreren Durchläufen steht für mich fest: Anhängern von melodiösen Rockliedern bietet sich mit "Gates Of Rome" eine prima Alternative, um sich auf eine tolle musikalische Zeitreise in die Vergangenheit zu begeben. Sänger Anders Vidhav brilliert mit sehr gutem Gesang, Klampfer Niklas Rollgard schlägt eine feine Saite an, mit der er glänzende Gitarrenläufe zelebriert. Bassist Jonas Andersson schiebt und drückt die Band, so wie sein Rhythmus-Partner, Drummer Patrik Borgkvist, unermüdlich nach vorne. Alle Songs der Tonkonserve sind gut verdaulich und liegen toll im Ohr. Alles Gründe, um am Schluss festzuhalten: Gæleri haben mich positiv beeindruckt, und zwar so sehr, dass ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen kann.
Line-up:
Anders Vidhav (lead vocals, backing vocals, acoustic guitars, keyboard)
Niklas Rollgard (guitars, backing vocals)
Jonas Andersson (bass)
Patrik Borgkvist (drums)
Tracklist
01:Ready Or Not (5:58)
02:Queen Of Time (5:20)
03:Wannabe (4:34)
04:Gates Of Rome (3:56)
05:Let Your Love Bleed (4:39)
06:One Touch (5:01)
07:Entertain You (2:59)
08:No Boundaries (4:51)
09:One Step Closer (7:18)
10:Time Has Come (3:17)
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