Ein Einstieg nach Maß, so wollen uns kräftig gespielte akustische Gitarren, ein druckvolles Schlagzeug, Gesang mit 'Southern Accent', begleitende E-Gitarre, eine dramaturgisch geschickt eingespielte Pedal Steel und harmonische Backing Vocals in den Bereich des Southern Rock entführen.
So fängt das wirklich sehr schön harmonisch an, ein 'Bilderbuchstück', losgelöst von allen möglichen Vergleichen einfach ein Stückchen Musik, dem man gern zuhören mag, weil es angenehm berührt.
Good Man Down, eine Band, deren Mitglieder Ursprünge in North Carolina, Kentucky, Kalifornien und Virginia haben, sind seit 2006 zusammen… heutzutage sollen sie in Kalifornien aktiv sein.
Wie auch die Herkunft der Musiker vielfältig ist, so sind es auch die Einflüsse, die sie mit hineinbringen in die gemeinsame Musik. Hier nur einmal einige Namen, die Assoziationen an das, was noch nach dem ersten Stück folgen soll, erwecken: Tom Petty, John Cougar Mellencamp, Lynyrd Skynyrd, The Eagles, 38 Special und alles, was so in diesen Richtungen existiert.
Also Southern Rock, Americana, Country Rock, und immer dann, wenn sich inmitten des wuchtigen Gerüsts von drei E-Gitarren, Bass und Schlagzeug solche Instrumente wie die Pedal Steel, Strings oder Piano mischen, dann wird hier eine gelungene Abrundung geschaffen, die vor einer möglicherweise drohenden Eintönigkeit Farbtupfer dazugeben. Auf Track vier, "Ain't That The Truth", meine ich auch ein Banjo zu vernehmen, obwohl das nicht in den Credits verzeichnet ist.
Aber auch ohne diese Tupfer kommt uns eine recht abwechslungsreiche Scheibe zu Gehör, die allein durch den richtig 'warm-harmonischen Charakter' sehr besticht und eigentlich voll in den Solarplexus trifft. Handfester Rock, der mit sehr viel Gefühl aufwartet, der in der schönen Ballade "Death Do Us Part" noch einen weiteren Schub davon bekommt.
Wenn derzeit texanische Bands wie Whiskey Myers Lorbeeren einheimsen, sollte Good Man Down nicht hinten anstehen, denn das, was die Fünf hier abliefern, ist schon von sehr guter Qualität. Möglicherweise jedoch wegen der Bandbreite solcher Musik in den USA, mag dort der Konkurrenzkampf groß sein, aber ich denke, mit etwas Promotion in Europa sollte es möglich sein, auf die Fähigkeiten dieser Band verstärkt zu achten.
Das möchte ich hiermit ausdrücklich tun, indem ich allen Freunden handfester, 'handgemachter' Rockmusik mit dem Quäntchen Southern Rock empfehle, hier einmal ein oder mehrere Ohren zu riskieren. Sie dürften nicht enttäuscht sein, denn die Band wirkt sehr frisch, nichts ist abgedroschen, die Jungs ergehen sich nicht in das Plagiat möglicher Vorbilder, sondern kochen hier ihr wohl ganz eigenes Süppchen, denn man hört und spürt das Herzblut, mit dem hier musiziert wird!!!
Das geht zwar ein wenig zu Lasten einer gewissen Abgeklärtheit und Gelassenheit, aber andererseit ist es hier die wilde Frische, die dem entgegen gesetzt wird.
Line-up:
Dennis Hill (vocals, guitar)
Steve Garvy (guitar, vocals)
Kyle Homme (guitar, vocals)
Kevin Baldes (bass, vocals)
Kenny Livingston (drums, vocals)
Jason Freese (piano, B3, bells, whistles)
Doug Livingston (pedal steel)
Jim Sitterly (strings, string arrangements - #2,8)
Tracklist |
01:By My Side
02:As Long As I'm With You
03:Change
04:Ain't That The Truth
05:Long Goodbye
06:Death Do Us Part
07:Been There Done That
08:Girl Can't Help It
09:One Good Reason
10:A Place Called Home
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Externe Links:
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