Mit typischem Western Swing á la Bob Wills und Asleep At The Wheel starten die Umdrehungen dieser neuen CD von The Great Recession Orchestra, einer Truppe aus den Vereinigten Staaten. Von diesem Stil ist die Musik "Double Shot" weitestgehend bestimmt.
Alle Titel sind auf dem Back-Cover farblich in blau und in rot unterteilt. Dadurch sollen - wie weiter zu lesen ist - zwei Sammlungen von Songs gekennzeichnet werden: Jene in blau heißt 'The Forties In Forth Worth' und die in rot wird mit 'Shaking The Sheiks' bezeichnet. Bei den 'Scheichen' handelt es sich um die Band The Mississippi Sheiks, die angeblich Hillbilly und Countrymusik bereits um 1890 'erfunden' haben sollen. Dabei sind gerade diese Titel eher mit einem Schuss Blues angereichert.
Wie auch immer, die gewählten Titel sind laut Hinweis im Booklet wie folgt gemeint: »These tunes were chosen to honor the great American writers and artists who worked 'back in the day'.« Allen Songs ist dieses angenehm Altmodische gemein, was bereits das Merkmal des Vorgängers Have You Ever Even Heard Of Milton Brown? war. Wiederum swingt es gewaltig und man kann die Gliedmaßen kaum ruhig halten, derart treibend ist der Rhythmus. Verschiedene Sänger/innen gestalten darüber hinaus die Stimmung, wobei mir hier nicht alle gleichmäßig gut gefallen. Die Vokalartisten sind leider nicht den jeweiligen Titeln zuzuordnen, sodass ich als mir nicht so genehme Songs folgende nennen möchte: "Gee Baby", "Cow Cow" und "Slow Boat". Sorry, Ladies, aber hier kann mich der Gesang vom Gefühl her nicht sehr überzeugen - mir fehlt darin ein gewisses Quäntchen...
Aber letztlich ist es eine Fröhlichkeit und Heiterkeit, die der Musik innewohnt, selbst dann, wenn nicht so angenehme Beziehungsprobleme angesprochen werden. Musikalisch können mich alle Instrumentalisten überzeugen, sei es der sehr flüssig und gefühlvoll spielende Gitarrist, die virtuose Fiddle, das perlende und rollende Piano oder der Einsatz von Pedal Steel und Dobro - alles das über einem beherzt swingendem Rhythmusgerüst aus Bass und Schlagzeug. Der weitgehend einheitliche Stil wird gelegentlich mit jenen Songs aus der Sparte der Sheiks unterbrochen. Dann mischen sich Elemente aus dem Blues auf angenehm lockere Weise mit dem Swing mischen. Sehr gut gelungen finde ich "The Deal" und wenn unerwarteter Weise eine auftauchende Ballade, "Please Baby".
Zum Schluss gibt es mit "The Good Times" einen Bonus, der sich außerhalb der farblich und hälftig aufgeteilten, achtzehn Stücke bewegt. Die Pedal Steel gibt dem sanft rockenden Song mit dem E-Gitarrensolo zusammen einen Anstrich von Bakersfield-Country - ein mich zufriedenstellender Ausklang.
Line-up:
Jimmy 'J. D.' Smith (fiddle)
Warren 'Bubba' Stephens (guitar)
John Leventhal (guitar - #6)
Ray Austin (dobro & steel)
Damon Gray (vocals)
Buddy Whittington (guitar - #8, vocals)
Floyd Domino (piano)
Michael Holleman (drums - #1,3,4, 6-9,14,18, vocals)
David "Davy" Crockett (drums - #2,5,10-13,15-17)
Gary Bristol (bass - #1,3,4,6-9,14,18)
Mike Chapman (bass - #2,5,10-13,15-17)
Jimmy Hilliard (bass - #2)
Grace Taylor Vogelzang (vocals)
Maryann Price (vocals)
And Mimi, the studio dog
Tracklist |
01:The Stars (2:59)
02:Sales Tax (3:07)
03:Gee Baby (3:20)
04:Boogie Baby (3:28)
05:She Ain't No Good (2:46)
06:Cow Cow (3:59)
07:Divorce Me (3:09)
08:Hambone (3:07)
09:The Mustard (3:04)
10:Baby Keeps Stealin' (3:25)
11:Sweet Maggie (3:36)
12:Cat Fight (3:40)
13:Sheik That Thang (3:22)
14:Show Me The Way (2:12)
15:Please Baby (3:47)
16:The Deal (4:03)
17:Bootlegger Blues (3:49)
18:Slow Boat (2:59)
19:The Good Times (2:39) [Bonus]
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Externe Links:
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