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Headstones, das sind Hugh Dillon, Trent Carr, Tim White und Dale Harrison. Die Band stammt aus Kanada und war dort in den 90ern recht erfolgreich. 1987 gegründet, räumte sie in ihrem Heimatland einige Preise ab, löste sich dann aber 2003 auf. 2011 juckte es den Musikern wieder in den Fingern und sie zogen los und gaben ein paar Konzerte. Während der Mini-Tour festigte sich der Wunsch, die Band wieder aufleben zu lassen. Der nun vorliegende Rundling ist das erste musikalische Werk nach der Reunion.
Der Sound von "Love + Fury" ist sehr gut. Verpackt wurde die CD in einem Digipak mit einem sechseitigen Klappbooklet versehen, auf dem zwar ein paar schöne Fotos zu sehen sind, aber auf dem leider keine Songtexte abgedruckt wurden.
Stilistisch sind Headstones im Bereich Punkrock mit Hang zum Rock anzusiedeln. Immer kraftvoll, immer auf Vollgas angelegt. Besonders der Bass treibt die Stücke vordergründig voran.
Leider sind die Songs alle recht ähnlich gestrickt, auch wenn hier und da mal ein paar soundtechnische Finessen eingebaut wurden. So wirkt das Album auf Dauer doch etwas eintönig. Das stört bei der kurzen Spielzeit von 33 Minuten aber nicht allzu sehr. Lediglich der Rausschmeißer "Midnight Of This Life" hebt sich von den anderen Tracks wohltuend ab, was nicht zuletzt mit dem schönen Piano und der tollen Stimme von Hugh Dillon zu tun hat. Ach ja, auch die kurze Ballade "Astronaught" kann sich hören lassen und sorgt für ein wenig Abwechslung. Ansonsten wird die Sau mit riffenden Gitarren und einem pumpenden Bass durchs Dorf getrieben.
Als Anspieltipps würde ich den Opener "Change My Ways", "Far Away From Here", "Astronaught" und "Midnight Of This Life" empfehlen. Nicht unerwähnt bleiben darf die einzige Fremdkomposition, der Abba-Hit "SOS", der stilistisch den anderen Songs angepasst wurde und richtig Spaß macht.
Fazit: Ordentliches Handwerk, geiler Sound, toller Gesang, aber etwas abwechslungsarm. Highlights sind auch die wenigen, dreckigen Harpeinlagen des Sängers. Wer es gerne 'voll auf die Glocke' hat, dem wird die Platte sicher gut gefallen.
Line-up:
Hugh Dillon (vocals, harmonica)
Trent Carr (guitar, back up vocals)
Tim White (bass)
Dale Harrison (drums)
with:
Steve Carr (piano - #2,11)
Osa Campbell (guitar - #6)
Devin Robertson (background vocals - #1)
Vince Male (background vocals - #1)
| Tracklist |
01:Change My Ways
02:Long Way To Neverland
03:Final Analysis
04:Far Away From Here
05:Don't Follow The Leader
06:Astronaught
07:Go Back The Other Way
08:SOS
09:Bin This Way For Years
10:Outta My League
11:Midnight Of This Life
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Externe Links:
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