Die in Virginia geborene und in Washington DC aufgewachsene Sängerin war schon in ganz jungen Jahren aktiv und wurde einst von
Bo Diddley entdeckt.
The Jewels war seinerzeit ihre erste Band, und 1965 war es dann, dass
James Brown mit ihr zusammenarbeiten wollte, sie war damals achtzehn Jahre alt. 1979 produzierte der
'Godfather Of Soul' ein Album mit ihr. Nachdem die Dame
James Brown im Jahre 2000 verließ, legte sie ein Livealbum vor, "Martha High Live At Quai Du Blues", um nachfolgend mit vielen anderen Größen des Musikbusiness zu arbeiten.
Mit "Always Worth The Pain" startet das Album und es klingt bereits so herrlich altmodisch, mit diesem rumpelnden Schlagzeug, wie man es von STAX-Records kennt, dazu die typische Orgel, die Bläsersätze und dieses Arrangement, das ganz klar nach den Sixties klingt.
Es folgt eine herzzerreißende Ballade. Da schwillt die Orgel, da groovt die Gitarre, darüber der kraft- und ausdrucksvolle Gesang, klar, mit Backgroundvocals, kurzen und knappen Bläsern und ein wenig Streichern, meine Güte, ist das schöööööön. "Can't Hold On" ist dazu noch dezent mit Perkussion untermalt, "Lean On Me" ist
Otis Redding pur. Wunderbar schleppenden Groove erleben wir mit "Singing This Song". Ja, die goldene Ära des Southern Soul wird auf feinste Weise wieder heraufbeschworen.
Yeah - Musik voller Schmerz und Liebe, voller Emotion, eben - voller Soul! Und zwischendurch, am Beginn von "Lean On Me" zum Beispiel, gibt es eine Einleitung, die sich anhört, als sei der gute
Peter Green am Werk mit seiner verhallt klingenden Gitarre.
Klar, das klingt alles retro, man sollte sich jedoch davon freimachen, dass hier kopiert wird, denn diese Musik ist absolut zeitgemäß, Soul wird es immer geben. Und schön wäre es, wenn jede aktuelle Platte des Genres in etwa so klingen würde.