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Die Gestaltung des Covers der CD "The Pride" von der Alternative-Band InMe aus Brentwood, Essex, spricht mich irgendwie an. Und obwohl ich von den Briten noch keine einzige Strophe, Note, Song oder gar Album gehört habe, wage ich mich an die Tonkonserve ran.
Die Brüder Greg und Dave McPherson sind vermutlich die 'Köpfe' der Band, teilen sie sich nicht nur den Gesang, Dave als 'Stimmwunder' Nummer eins und seine 'Atze' als Backgroundsänger, sondern haben sich auch das 'Programming' brüderlich geteilt.
Dadurch, dass sie in ihren Alternative Rock auch Progessives mischen, so mein beim Schnellcheck gewonnener erster Eindruck, lässt es mich gut gelaunt ans Rezensieren gehen, bei dem ich mir natürlich genug Zeit nehme, um unsere Leserschaft mit allen nötigen Infos zu versorgen.
Nach einer guten Dreiviertelstunde ist mir klar, dass sich die Geschmäcker an den Gesangsvorträgen der CD scheiden werden, denn diese schieben sich unermüdlich, Song für Song, in den Vordergrund. Und hier frage ich mich: Top oder Flop? Am liebsten würde ich sofort eine Meinungsumfrage starten, um zu wissen, wie die Textvorträge beim Konsumenten ankommen. Ich bin nach dem ersten Durchlauf richtig 'malade im Kopp'. Der zum Teil weinerliche Gesang nagt zu sehr an meinem Nervenkostüm und verdirbt mir jeglichen Spaß.
Dabei sind die instrumentalen Einlagen gar nicht so übel, selbst Lead-Gitarrist Dave deutet ab und zu seine respektable Fingerfertigkeit an und sorgt für, wenn auch nur wenige, ansprechende Soli. Bruder Greg spielt einen gepflegten Tieftöner, und ergänzt sich ganz gut mit Schlagzeuger Simon Taylor. Wie gesagt, rein instrumental betrachtet gibt es keine Schwächen auszumachen, wobei auch hier die Messlatte nicht sonderlich hoch liegt.
Anspieltipps? Von meiner Seite aus gibt es nur eine kleine Empfehlung einer Hörprobe: "Escape To Mysteriopa". Das Teil, eine Ballade, liegt bei mir im grünen Bereich, und wären mehr Lieder nach diesem Strickmuster entworfen, wäre mein Feedback weit positiver ausgefallen, als es letztlich ist.
Fazit: Übers graue Mittelmaß kommt die Tonkonserve nicht hinaus. Das hat zwei Ursachen. Erstens: Die Platte bietet kaum Abwechslung, verwöhnt meine Ohren, trotz solider Handarbeit der Instrumentalisten, nur mit einem einheitlichen Durchschnittsbrei. Und zweitens: Die nerventötenden Gesangseinlagen, die sich ohne großartige Emotionen auf einem bleibenden, langweiligen Level bewegen, und bei mir überhaupt nicht punkten können.
Line-up:
Dave McPherson (vocals, guitar, programming)
Greg McPershon (bass, backing vocals, programming)
Gaz Marlow (guitar)
Simon Taylor (drums, percussion)
| Tracklist |
01:Reverie Shores
02:Moonlight Seabed
03:A Great Man
04:Silver Womb
05:Pantheon
06:Escape To Mysteriopa
07:Guardian
08:Beautiful Sky Gardens
09:Halcyon Genesis
10:Legacy
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