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Aus Constanta in Rumänien, das Eingeweihten vielleicht durch Nengura Bunget ein Begriff sein dürfte, kommt die 1994 gegründete Band Interitus Dei. Bereits drei Veröffentlichungen ("Lonely White Idols" (1997), "The End of Revelation" (2000) sowie "Unholy" (2002)) weisen den musikalischen Werdegang dieser Band aus, wobei bereits Auftritte mit Gruppen wie Paradise Lost, Warhammer, Rebellion etc., absolviert wurden.
Zu Beginn ist das professionell gestaltete Layout mit abgedruckten Texten, was für eine Promo-Version meist unüblich ist, zu erwähnen, wobei gleich eine Erläuterung der Lyrics mitgeliefert wurde. So steckt hinter diesen jeweils eine durchdachte Thematik, der jedoch kein durchgängiges Konzept zugrunde liegt.
Musikalisch bewegt man sich in unterschiedlichen Bereichen, was ebenfalls den Härtegrad der Stücke betrifft. So beginnt der Opener mit einem Riff, das auch von Marylin Manson stammen könnte. Es werden darüber hinaus unterschiedliche musikalische Genres abgedeckt, wobei zwischen Gothic Rock-Elementen und melodischem Metal variiert wird. Die Gitarren sind druckvoll produziert und die spielerischen Fähigkeiten sind durchweg positiv hervorzuheben. Vereinzelt werden Soli und zweistimmige Melodieführungen eingebaut, was für Abwechselungsreichtum sorgt. Zumeist ist die Gitarrenarbeit jedoch in eine Lead- und eine Rhythmussektion unterteilt, was den Stücken zu einem druckvollen Klangbild verhilft. Der Bass ist als gleichberechtigtes Instrument in die Songs integriert und verstärkt besagtes Klangbild noch. Auf der Suche nach einem musikalischen Paten würde sich hier Paradiese Lost (zu "Icon"-Zeiten) aufdrängen, was jedoch nicht immer zutrifft.
Gerade der erwähnte Paradiese Lost-Vergleich drängt sich durch den Gesangseinsatz auf. So sind hier zwei Sänger am Werke, die ihr Handwerk zwar verstehen, aber auf Dauer (was wiederum Geschmackssache ist) etwas 'stören'. So geht der 'gepresste', an besagtes Lost-Album erinnernde, Gesang in Ordnung, doch die klare, zu pathetisch und 'jammerig' vorgetragene Gesangslinie wird auf lange Sicht etwas nervig.
Besonders hervorzuheben ist "Arabia", welches durch den Gesang eines muslimischen Geistlichen unterstützt wird, was aber (meiner Meinung nach), durch die wiederholte Einspielung, zur Konfusion des Liedes führt.
Auch letztes Stück, bei dem es sich um ein kubanisches Volkslied über Che Guevara handelt und auf Spanisch vorgetragen wird, sticht hervor.
Als Resümee kann von einem guten Album gesprochen werden, was Genre-Liebhabern ans Herz gelegt werden kann. Sonst sollte man erst einmal ein Ohr riskieren.
Line-up:
Bogdan Boeru (vocals, bass)
Adrian Galu (vocals)
Cristian Tentu (guitar)
Ruhan Terente (guitar)
Marian Mihaila (drums)
| Tracklist |
01:In Motion
02:When The Metal Meets The Flesh
03:Pagan And Proud
04:Rain Of Fire
05:The Portrait Of Pain
06:Lord Of Flies
07:Arabia
08:Strained
09:The Memories Of The Snake
10:Deny Denial
11:Hasta Siempre Comandante Che Guevara
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