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So hat man das gerne, in der Presse-Info wird groß von Eigenständigkeit und stilistischer Offenheit geredet, während auf der eigentlichen CD zusammengeklaubte Ideen und pseudo-intellektuelle Texte aufeinander treffen. Hier steht auf jeden Fall der ach so hohe Anspruch der noch relativ jungen Band LaminiusX auf ihrem Erstling "One Man Show" selbst im Wege.
Was das genau bedeutet ist schnell geklärt: Das Album klingt einfach wie eine schlechte Kopie von System Of A Down, gängigen Alternative-Standards und einem Mülltonnen-Drum-Sound der selbst "St.Anger" verblassen lässt. Das alles fällt zu sehr ins Gewicht, als das man nur davon sprechen könnte, dass die Band ihren Idolen huldigt. Dafür ist alles ein wenig zu übertrieben.
Oben drauf gepackt werden dann noch deutsche, englische und französische Texte, welche politisch und sozialkritisch, ja sogar aufrüttelnd sein wollen, aber eher lächerlich bis peinlich daherkommen.
Oder kann wirklich jemand solch grandiose Wortspiele wie »Zuviliesation« ernst nehmen oder fühlt sich direkt angesprochen bei Passagen wie »Die Masse zeichnet dir den Weg und es ist leichter wenn Du mit ihr gehst« (sehr gute Zusammenfassung der Musik im Übrigen)?
LaminiusX bezeichnen sich selbst im Presse-Info als »Sprachjongleure«.
Man ist einfach Besseres gewohnt, musikalisch wie textlich, als dass man dieses Album haben müsste. Also Jungs, wenn das was werden soll mit Botschaft übermitteln und inhaltlicher Tiefe und so, dann müsst ihr euch echt ran halten. So wird das auf jeden Fall nichts.
Line-up:
Timmi (vocals, drums)
Mesko (vocals, guitars, piano)
Stephan (bass)
| Tracklist |
01:Intro
02:Leere Welt
03:Shadow Et Conscience
04:Nichts Ist Wichtig
05:Swear On The Bible
06:Zuvielisation
07:Somebody's Lying
08:Tonight
09:Number 3
10:Civilization = Sterilization
11:Daltonien
12:Fear Of The White Man
13:Einer Von Euch
14:One Man Show
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Externe Links:
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