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Mainz am 16.03.10: Der Vorstadt-Die Hard-Headbanger ist gerade aufgestanden, hat seine erste Tageskippe geraucht, den ersten Kaffee geschlürft, sowie die erste 'Guten Morgen'-Scheibe in Form des 84er-Werkes "Victim Of Chains" der deutschen Heavy Metal-Band Gravestone gehört. Da beschließt er, die Post des Tages zu checken und findet im Briefkasten ein Paket von RockTimes. Neugierig und hastig wird das Paket geöffnet, vielleicht ist es ja eine neue Promo-CD des Labels "Pure Steel Records", welches seit Kurzem endlich in Zusammenarbeit mit dieser Plattform steht.
Stattdessen blickt mir ein hässliches, blau-rotes Cover, auf dem der Titel "Mouga - The God & Devil's Schnapps" (Rechtschreibung: 6!!!! SETZEN!) sowie ein ebenso hässlicher Vogel (ja, den haben die Herren wohl wirklich, hahahaha) abgedruckt sind, entgegen.
Dazu befindet sich natürlich der obligatorische Waschzettel in diesem Paket.
Ich nehme mir einmal das Recht heraus, das Ganze Getippsel hier zu zitieren: »Hardly ever does a young band offer such diversity and maturity of their first effort. Hardcore Pressure, Emo Melodies,« (hahahahahaha!)»Progressive Care for Details, Psychedelic Sound Painting - and even some acoustic and Jazz- Elements.«
Um ehrlich zu sein stehen diese Beschreibungen - besondere Betonung liegt hier auf der zweiten - für genau das, was mich allgemein in jeder Musik wunderbar ankotzt bzw. anwidert, NOCH mehr als Hip-Hop und Lady Gaga-Kacke!
So, nun muss ich aber, um wenigstens ein bisschen fair zu sein, es zumindest einmal versuchen, mir diesen Silberling anzuhören. Und wie erwartet, es bleibt mit jedem einzelnen Song nur beim Versuch! Alle 10 Tracks schalte ich mit der - Dio sei Dank - existierenden Skip-Taste nach spätestens 40 Sekunden weiter, um keine Paranoias zu bekommen. Ich mag ja keine große bis gar keine Ahnung in diesen Stilen, welche die vier polnischen Staatsbürger im Endeffekt zu einem unidentifizierbaren 'Ich-weiß-jetzt-nicht-ob-ich-verweichlicht-flennen-oder-gaaaaanz-bööööööse-brüllen-soll'-Brei vermixen, zu haben kann aber behaupten, dass so etwas auf meine Ohren ähnliche Wirkung wie das Träufeln von Salzsäure haben dürfte. Nach insgesamt 7 bis 8 Minuten Folter gebe ich es einfach auf, diesen Kram weiterzuhören, nehme die CD aus dem Player und, man glaubt es kaum, finde sogar noch eine Verwendung für dieses Stück: als Bieruntersetzer!
Um es kurz zu sagen: Ich werde diese Platte schon jetzt vorsichtshalber als 'Arschbombe des Jahres 2010' küren, da ich ja zukünftig (hoffentlich) nichts mehr aus non-metallischen Regionen zu Ohren bekomme! Aber nur wenige Zentimeter weiter ist ja schon die Oase in Form einer Fates Warning - "The Spectre Within"! Angeschmissen, abgefeiert... Juhuu, ich bin wieder dort, wo ich hingehöre! Übrigens, meine vier Spezis, DA darf man zu Recht behaupten: »Progessive Care For Details«!
Line-up:
Konyu (vocals, guitars)
Bazant (guitars)
Dywan (bass)
Stepol (drums)
| Tracklist |
01:Placebo Silence
02:Spider.Clock.Metal
03:Donīt Look Down
04:Who killed the Phoenix
05:I canīt hold
06:Mescaline
07:Ten Miles Away
08:Veins
09:The Animal
10:Shackles & Feathers
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