Origin Of Zed / Same
Same Spielzeit: 52:53
Medium: CD
Label: Aural Attack Productions, 2014
Stil: Death-/Thrash Metal

Review vom 04.08.2014


Jens Groh
BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄM!!!!
Da sind sie, die Superhelden aus dem Osten unserer Republik. Nee, nicht die 'Eastman', sondern Origin Of Zed.
Die Burschen verpacken ihren Death/Thrash in ein Comic-Gewand. Gut, sonderlich neu ist das wirklich nicht, es gab und gibt immer mal wieder Bands, die sich solch ein Image überstülpen. Manchmal ist so was richtig genial, manchmal einfach nur lächerlich, sogar schlicht zum Kotzen.
Unsere Helden, die uns hier vorliegen, sind näher an Erstgenannten. Okay, richtig genial ist die gleichnamige Scheibe nicht. Aber auch weit ab vom richtig scheiße sein. Also auch kein Fall für einen Superhelden wie den Durchfallmann.
ZOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOSCH!!!! Auf der vorliegenden Scheibe geht es um unsere Helden, die es mit dem Bösen Zed (eigentlich nur Z, aber hier wird es ausgeschrieben) aufnehmen und ihm seine Ansprüche auf die Weltherrschaft streitig machen wollen. Aha, das ist doch mal was als Thema. Sicher, ein gewisser Kanadier hat auch schon mal so was Ähnliches abgeliefert. Bei ihm war es eine Handpuppe, die extrem koffeinsüchtig ist, aber was soll's - lieber so eine schön schräge Story, die auch toll im Booklet wiedergegeben wird, als die nächste Ansammlung von irgendwelchem Gore/Rape-Schwachsinn.
PAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAFFF!!!! Jetzt aber mal zur Mucke. Obwohl es erst das Debüt der Superhelden ist, klingt dieses Scheibchen keinesfalls nach einem Schnellschuss.
Die Produktion hat ungefähr so große Eier wie Das Ding selbst und auch die Arrangements der Songs klingen, als ob hier Dr. Doom selbst ein Händchen an den Instrumenten gehabt hätte.
Hier sind definitiv keine Stümper am Werk. Technisch ist alles 'total Korall', wie der Meerjungfraumann sagen würde.
KAAAAAAAAAAAAAAWHOOOOOOOOOOOOOOOM!!! Eigene Ideen sind zuhauf zu finden, allerdings wird schon das eine oder andere Mal das modifizierte Sehorgan nach anderen Bands gerichtet. Beim ersten Hören marschieren einem Bands wie Machine Head oder Fear Factory über die imaginäre Leinwand. Letzteren wird sogar richtig Tribut gezollt ("Factory Of Fear") und könnte glatt von der 'Angstfabrik' stammen.
Aber man würde der Band schlicht Schlechtes tun, wenn man sie als Kopisten abtäte.
Man hört halt, welche Bands die Herren selbst gerne lauschen. Das sind nicht nur moderne Kapellen, sondern auch ältere Semester der Metal-Geschichte, wie z. B. Savatage, deren Version des Griegschen Themas des Bergkönigs mächtig Eindruck gemacht haben muss.
Es kommen auch oft Querverweise zu den Teutonen-Speedern Blind Guardian zum Tragen.
Alles allerdings in ein Death/Thrash-Superheldenkostüm gezwängt, was hauptsächlich dem hohen Tempo und der oftmals grunzigen Stimme geschuldet ist. Allerdings beherrscht der Herr Z.K. auch die cleanen Vokals und dürfte damit vielleicht dem einen oder anderen Finnen-Deather gut reinlaufen.
KAAAAAAAAAAABLLLLLLLLLLLAAAAMMM!!!! Mein Fazit: Eine schöne Scheibe, die zwar noch den einen oder anderen Schönheitsfehler hat (ihr Kryptonit ist definitiv die Spiellänge, denn gegen Ende schleicht sich schon mal etwas die Spannungslosigkeit ein und 'ne gute Dreiviertelstunde hätte es auch getan), aber dennoch richtig gute Laune macht.
Ob die Burschen jetzt damit bis hinauf nach Asgard zu Thor, dem ollen Hammerschwinger, auffahren oder eher 'ne Tauchfahrt mit Aquaman hinlegen, sollte jeder, der seinen Metal gerne schnell und modern mit etwas Augenzwinkern mag, selbst für sich entscheiden.
Das goldene Lasso der Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.......... Zack!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Line-up:
Z.K. (vocals, guitars)
L² (guitars)
N.C. (drums)
S.O.D. (bass)
Tracklist
01:Silent Impact
02:Zed
03:Hail To Destruction
04:Calling The Chosen
05:Potion
06:Factory Of Fear
07:Mountainthrill
08:The Cave
09:Speed Of Light
10:In Shadows
11:Slaying Mankinds Suspessor
12:Rise From Soil
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