Auch wenn es nicht so klingen mag, diese Country-Platte entstand nicht in Nashville oder andernorts in den Vereinigten Staaten, sondern wurde im Nilento Studio, im schwedischen Göteborg, eingespielt. Und aus Schweden stammen auch die Musiker. Dennoch klingt es so, als sei es Musik aus der 'Music City USA', also Nashville.
Cina Samuelson zählt bereits lange zur schwedischen Countrymusik-Szene - als Sängerin der Band Freetown Highway (bis 1995). 1988 war sie Gewinnerin des Swedish Country Music Awards.
Seit ihrer Solokarriere kann sie auf Zusammenarbeiten mit namhaften amerikanischen Countrymusikern zurückblicken und sie tourte auch intensiv in den USA. Im Jahre 2004 erschien das erste Soloalbum, seitdem weitere, jeweils mit eigenen Songs. Auf ihrer vierten Platte, "Roots & Memories", legt sie nun eine Kollektion von Stücken vor, denen sie bereits als Kind zuhörte und die sie dazu inspirierten, Country-Sängerin zu werden. So finden wir eine Reihe von nicht ganz so bekannten Songs, jedoch von einigen bekannten Songwritern, die Cina Samuelson mit ausdrucksstarker Stimme ganz traditionell vorträgt. Geboten werden zwar konventionelle Klänge, jedoch nicht jene des heutzutage weit verbreiteten, kommerziell orientierten Mainstreams.
Eher denke ich an Künstlerinnen wie Patsy Cline, Loretta Lynn oder Dolly Parton, wenn ich die Musik von "Roots & Memories" beschreiben sollte - also klassische Countrymusik mit Popeinflüssen. Doch der Pop bleibt bei dieser Platte eigentlich außen vor. Eher schiebt sich die Musik in die Richtung von Emmylou Harris, zum Beispiel stark auffällig bei "Treat Me Mean Treat Me Cruel". Hier schleicht sich dann auch, wie in anderen Songs ebenfalls, ein wenig vom Sound aus Bakersfield hinein und Anklänge aus der musikalischen Geschichte Louisianas vermeine ich ab und zu ebenfalls zu vernehmen.
Insofern ist die Musik dieser Platte eine gelungene Mischung auf der Basis klassischer Country-Klänge, die von diesen schwedischen Musikern wirklich absolut professionell eingespielt wurde. Musik, die sehr emotional geboten wird, die auf eine schöne Reise in das Land des Ursprungs der Countrymusik mitnimmt. Selten habe ich es erlebt, dass europäische Musiker diese Atmosphäre derart authentisch haben wirken lassen.
Line-up:
Cina Samuelson (lead vocals, background vocals - #1,2,5,8,13)
Micke Nybo (drums)
Anders Olsson (upright bass)
Johnny Samuelsson (acoustic guitar, tic tac guitar - #5, background vocals - #4)
Stig Lindell (Steinway D grand piano)
Thomas Haglund (fiddle, acoustic guitar)
Jonas Göransson (electric guitar)
Berra Karlsson (pedal steel guitar, lap steel, tic tac guitar - #11)
Malin Samuelsson (background vocals - #1,2,4,5,8,12,13)
Lotta Arturén (background vocals - #1,2,5,8,13)
Tracklist |
01:Ain't Had No Loving [Frazier] (3:14)
02:Everybody's Had The Blues [Haggard] (3:06)
03:Take Me [Jones/Payne] (Duet with Dale Watson) (2:23)
04:I'll Give My Heart To You [Owens] (2:49)
05:There More To Leaving Than Just Saying Goodbye [Starr/Hampton] (2:30)
06:Love Is No Excuse [Tubb] (Duet with Justin Trevino) (2:52)
07:Honky Tonk Merry Go Round [Simon] (2:22)
08:Please Help Me I'm Falling [Robertson/Blair] (3:39)
09:Mommy, Can I Still Call Him Daddy [West/West] (3:22)
10:Treat Me Mean Treat Me Cruel [Twitty] (2:19)
11:Are You Sure [Nelson] (Duet with Bobby Flores) (2:40)
12:What A Man My Man Is [Sutton] (3:06)
13:You Took Him Off My Hands [Howard/McDonals/Stewart] (3:13) |
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Externe Links:
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