Was soll man über diese beiden Gents noch erzählen? Fällt der Name Jack Blades, müssen im gleichen Atemzug auch Rubicon, Night Ranger, Damn Yankees und TMG genannt werden.
Und selbstverständlich Tommy Shaw, dessen Nennung weitere Namen bedingt: Damn Yankees (die hatten wir bereits) und natürlich Styx.
Ein Blick auf die Tracklist macht klar, um was es auf dem neuen Rundling der beiden AOR'er geht: Coversongs. Der Grund dafür ist gleichzeitig Titel des Albums: "Influence".
Schweres Terrain in einer Welt, die aufgeteilt ist in Leute die Coversongs durchaus auch mögen und solche, die ihnen grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen. Es ist wie mit einem neuen Partner - soll er sein, wie der alte, oder total anders? Will sagen, soll ein Coversong so nah als möglich am Original sein, oder muss er auf Teufel komm raus unbedingt so klingen, dass man ihn kaum noch zuordenen kann?
Jack und Tommy bleiben am Original, was angesichts des Ansinnens, ihre musikalischen Einflüsse aufzuzeigen, ja irgendwie logisch erscheint. Wenn man sich nun noch die Mischung der Tracks anschaut... Hollies, Zombies, The Mamas And The Papas auf der einen, Yes und ELP auf der andere Seite, dazu Kaliber wie die Stills-Nummer "For What It's Worth" oder "Dirty Work" von Steely Dan - das alles so rüber zu bringen, dass es nach dem Original-Spirit klingt, ist schon ne Kunst. Und diese Kunst beherrschen die beiden Musiker, die bis auf das zusätzliche Keyboard und die Drums alle Instrumente selbst spielen. Sogar die John Lennon-Einlage in "Your Move" wurde nicht vergessen. Schön, wenn bei den Simon & Garfunkel-Klassikern die Gitarren etwas härter klingen. Traumhaft der Steely Dan-Track.
Mal ehrlich, wer hätte sich so einen Sampler mit Liedern, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, selbst zusammengestellt? Ich nicht. Shaw Blade haben mir Lust auf einige der Originalversionen gemacht und gleichzeitig freue ich mich "Influence" im Regal zu haben, damit ich mir nicht selbst so eine Mischung brauen muss.
Die Berufsnörgler werden die Nase rümpfen, weil die meisten der Nummern hat man eh' als Original im Regal. Jau, das ist wohl war, aber ich sage: Nicht in diesen Versionen *g*. Und wenn jemand covern darf, dann doch sicher zwei Musiker, die zusammen mehr als 50 Millionen Alben verkauft haben, die 12 Top 10-Singles in die Billboard Hot 100-Charts, und 16 Alben in die Billboard Top 200 geschossen haben. Und wenn diese beiden Könner Lust haben, den Künstlern, die sie beinflusst haben, in Form eines Albums zu danken, dann geht das in Ordnung.
Ganz treffend packen das Jack und Tommy in wenige Worte:
»... and they're all immediately recognizable. What does that tell you? That the songs are the stars.«
Line-up:
Jack Blades (bass, acoustic guitar, percussion, vocals)
Tommy Shaw (electric and acoustic guitars, keyboards,percussion, vocals)
Michael Lardie (keyboards)
Brian Tichy (drums)
Kelly Keagy (drums -# 9)
Ben Krames (drums -# 2)
Colin Blades (backing vocals -#3)
Randy Mitchell (loops)
| Tracklist |
01:Summer Breeze (Seals & Crofts)
02:Time Of The Sesaon (The Zombies)
03:Your Move (Yes)
04:I'm a Rock (Simon & Garfunkel)
05:Lucky Man (Emerson Lake & Palmer)
06:The Sound Of Silence (Simon & Garfunkel)
07:California Dreamin' (The Mamas And The Papas)
08:On A Carousel (The Hollies)
09:Dirty Work (Steely Dan)
10:For What It's Worth (Buffalo Springfield)
11:Dance With Me (J. Hall)
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