Sound And Fury, die ihren gleichnamigen Tonträger Ende Oktober auf den Markt bringen, präsentieren ihr Debütalbum als Support von Airbourne gleich auf einer Europatournee (November - Dezember 2008). »Unsere Musik ist grausam, schmutzig, widerlich und wild!« sagt Luke Metcalf, Sänger und Songschreiber der kanadischen Band aus Toronto.
Da lass ich mich mal überraschen und nehme den Tonträger genau unter die Lupe. "School' Out" heißt der Eröffnungstrack und erinnert, zumindest vom Namen her, an Alice Cooper (1972). Doch stimmlich ist der Gesang von Metcalf mit dem des Altmeisters nicht vergleichbar. "Teenage Rampage" besticht durch den Brüllgesang von Luke, und Griffin beweist, dass er ein guter, vor allem aber ein schneller Leadgitarrist ist.
Es folgt ein Song, der etwas ruhiger vorgetragen wird und auf den schönen Titel "Can`t Get Enough" hört. Der Track geht schon fast als Punkballade durch, obwohl schnelle Soli von Griffin darin enthalten sind. Auch so etwas ist durchaus möglich!
"18", und "Bad Touch" bestätigen die oben erwähnte Aussage von Luke, denn der Silberling bricht mit einer Brachialgewalt über den Hörer herein. In der Tat wirkt der Tonträger ziemlich aggressiv, schmutzig, grausam und wild! Und immer wieder fällt mir Griffin mit seinen messerscharfen Soloattacken auf - klasse!
"Night Of The Ghouls" ist mein Favorit auf diesem Album. Starke Rhythmuswechsel garniert mit - was auch sonst - Griffins Einlagen auf der Klampfe. Dazu lässt Lukes unvergleichlicher Gesang diesen Song zu einem wahren Punk-Kracher werden. Das setzt sich auch bei "High School Hotbox" fort. Auch dieser Titel könnte sich durchaus zu einem Hit entwickeln.
"Runaway Love" wird im Stile der legendären Sex Pistols vorgetragen. Bei "Supercharged" fallen die Bassqualitäten von John Kerns besonders auf, die heftigst die Trommelfelle beackern, was durch das harte Schlagen von Chris Avalos noch unterstützt wird. Die Finalsongs "The Stranger" und "Hellhound" beschließen nach guten 42 Minuten den Silberling.
Das Konzept von Sound And Fury kann aufgehen, obwohl die Songs alle nach demselben Strickmuster gehäkelt sind. Einem brutalen Anfang mit dem obligatorischen Gesang von Luke, der sicherlich noch nie Gesangsunterricht genoss, folgen gegen Ende immer die eindrucksstarken Gitarrensounds von Griffin. Diese beiden Akteure prägen das Album. Dadurch ist diese CD durchaus ansprechend, und wer den Punk Rock als seine musikalische Lieblingssparte empfindet, der ist mit diesem Tonträger durchaus gut bedient.
Line-up:
Luke Metcalf (vocals)
Griffin (lead guitar)
Daz (rhythm guitar)
John Kerns (bass)
Chris Avalos (drums)
| Tracklist |
01:School's Out
02:Teenage Rampage
03:Can't Get Enough
04:18
05:Bad Touch
06:Night Of The Ghouls
07:High School Hotbox
08:Runaway Love
09:Supercharged
10:The Stranger
11:Hellhound
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