Kein Unbekannter bei
RockTimes ist
Tim 'Too Slim' Langford:
Dem früher oft umfassenderen Line-up hat
Langford nun ein Grenze gesetzt und agiert einzig im Trioformat. Das hat sicher Vor- und Nachteile, denn einerseits besitzen der Musiker und seine Mitspieler größeren Spielraum zur Entfaltung, aber andererseits bleiben die frühere Vielseitigkeit und die Heranziehung von Gastsängern dadurch auf der Strecke und man muss sich mit einem relativ durchgängiges Sound und der reibenden Stimme des Musikers begnügen.
Handgemachter Rock mit einem Hauch Blues, so startet die Platte mit kräftig schleppendem Blues Rock, das hätte auch
Robin Trower in etwa so spielen können.
Der Titelsong klingt wie
Jimi Hendrix gepaart mit
ZZ Top, schwer reißend, jetzt fehlen nur noch die Textzeilen
»Lord I swear the moon turned a fire red.«, von "Voodoo Chile".
"Get Your Goin' Out On" ist ein stramm-straighter Rocker mit
Chuck Berry-Einflüssen, aber das hätte auch
Herman Brood gut singen können, hätte zu seinem Repertoire gepasst. "Gypsy" wirkt unter die Haut kriechend und mystisch und bei "My Body" kreiert die Band eine düster wirkende Ballade mit krächzender Stimme.
"Letter" geht ab wie so manches Stück von
Bugs Henderson und "Good Guys Win" weist Spuren von Country Rock auf.
Zum Schluss kehrt der dritte Song noch einmal zurück und beschließt den bunten Reigen voller energiegeladener Musik auf kraftvolle Art und Weise, mit einem coolen Übergang in einen Shuffle-Rhythmus.
Ja, das ist ein tolles Album für alle diejenigen, die auf satten Blues Rock stehen, aber ohne das Feeling des Blues und des Southern Rocks missen zu wollen.