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Schweiz, Land der Berge, des Käses, der grünen Almwiesen und der lila Kühe.
Da war doch noch was? Richtig, Musik gibt es auch in der Schweiz und zwar ganz feine Rockmusik. Die berühmten Vertreter kennen wir, aber wer kennt Tribal? Wohl die Wenigsten, was allerdings kein Wunder sein dürfte, denn Gründung war erst im Jahr 2003. Erst mal mit einem Studiodrummer, bevor dann im September 2003 'The Animal' fest ins Line-up kam, so die Bandinfo. Allerdings gab es bereits zwei Jahre früher eine musikalische Bindung zwischen Mark und Greg mit dem Namen The Tribe. Ein 'Kind' dieser Zeit trägt den Namen "Final Illusion" und findet sich auch auf vorliegendem Werk.
Tribal selbst beschreiben ihren Stil als 'Emotional Rock'. Das will ich doch hoffen und erwarte eigentlich immer, dass Musik irgendwo und irgendwie emotional ist, bzw. Emotionen weckt. »..und glasklar arrangierter Rock..« meint die Zürcher Oberländer und die Thurgauer Zeitung attestiert »Rock in all seinen Facetten.«
Alles korrekt, schließe ich mich an und kann sagen, dass alle Attitüden guter und normaler Rockmusik vorhanden sind. Auch die vermeintlich ruhigen Stücke wie "Daddy" vom 2004er Demo "Feed The Public", oder "Got To Lose (To Get It All)" treffen per trittsicheren Melodien, instrumentalem Einsatz und groovenden Wah Wah-Einlagen den Nerv des Rockers.
Daneben hat es ohrgefällige Melodic-Tracks wie "Waiting For Another Day" oder den Ohrwurmanwärter "I'm A Loser (Baby)". Selbstverständlich lassen es die Jungs auch krachen und niemand mag ihnen wohl absprechen, dass die Instrumente beherrscht werden. Es gibt nichts zu meckern und sicherlich ist "Cardboard Heroes" eines dieser berühmten Alben, die man ohne Angst auf jeder Rockparty spielen kann.
Es wird dann Fragen nach dem Bandnamen geben, aber die Mehrheit der Partygäste wird wohl die Musik genießen und nicht fragen, wer da gerade rockt. Im Prinzip sind fast alle Songs radiotauglich und es stellt sich das berühmte Déjà-vu der Ohren ein.
Das kann man durchaus als Kompliment sehen, aber wenn die Band in die 'richtigen Hände' kommt und ihr fachliches Potential auch mal abseits der furchigen Rocktracks einsetzt, ja dann sind Tribal mit Sicherheit in der Lage, sich aus dem großen Topf der 'ganz normalen Rockbands' abzusetzen.
Wer nun neugierig ist, kann sich das Video zu "Daddy" auf You Tube anhören und ansehen.
Line-up:
Greg Bailey (vocals)
Mark Rossi (guitar)
Üse Müller (bass, keyboard on Daddy)
Andy 'The Animal' Gantenbein (drums)
Jan Moser (drums & percussion -#6,7,10-12)
| Tracklist |
01:TV Nation
02:Final Illusion
03:Free
04:Pickin Up The Pieces
05:Between Us
06:Daddy
07:Feed The Public
08:Got To Lose (To Get It All)
09:Different But The Same
10:Waitin For Another Day
11:Deny
12:Im A Loser (Baby)
13:Too Many Times
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Externe Links:
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