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Jason Kane stammt aus Chicago.
Irgendwann wurde San Antonio, Texas sein Lebensmittelpunkt.
Dort »[…] he played acoustic shows around town. […]«
2014 traf er auf den Bassisten Nick Jive und es dauerte nur einen Fingerschnipp, bis Jason Kane & The Jive ins Leben gerufen wurde.
Das Duo wurde zum Trio, als Schlagzeuger Jules Fores dazu kam.
Im Frühjahr 2017 erblickte das Debütalbum "Jason Kane & The Jive" das Licht der Welt.
Im Herbst 2018 folgte "Hellacious Boogie" und Anfang 2020 kam "Soggy Noggin" auf den Markt.
Im Laufe der Zeit teilte man die Bühne unter anderem mit Ace Frehley, Moxy, Y&T, The Winery Dogs, Uli Jon Roth oder Dokken.
Die Jason Kane & The Jive-Einflüsse lesen sich wie folgt: Johnny Winter, Grand Funk Railroad, Thin Lizzy, AC/DC, Ted Nugent, Sly & The Family Stone und Janis Joplin.
Die fast vierundfünfzig Minuten Gesamtspielzeit beginnen mit "Machine Of Dreams".
Nach einem Blitzlicht-Intro wirken Jason Kanes E-Gitarren-Salven wie ein Elektromeißel beim rücksichtslosen Absprengen von Wandfliesen. Bei dieser Energie und einem furiosen Bass gehen einem schon die Nackenhaare hoch. Nach dem ersten Schreck gewöhnt man sich an diesen Rock-Parforceritt, bei dem Schlagzeuger Jules Fores die Drumsticks quasi über sein Equipment fliegen lässt. Das dargebotene Sechssaiter-Solo ist irre. Gesanglich gefällt der Frontmann.
Am anderen Ende der Tracklist gibt es eine Art Bonus Track.
Bei "Bossman (Live In Studio)" wird die Top Shelf Brass Band in den Vordergrund gestellt. Nach Recherche befinden sich neun Gebläse-Musiker in der Formation. Ein Video zu dem Track gibt Aufschluss darüber, dass vier der neun Musiker bei "Bossman (Live In Studio)" mitwirken. Die reichen aber auch, um den im Blues verankerten Track mit Funk auszustatten sowie ein besonderes Ambiente zu verpassen. Bemerkenswert ist eine fein geslappte Nick Jive-Bass-Brücke. Highlight!
Bei den vielen Einflüssen hat man wohl The Doors vergessen.
Was Jason Kane in "Smooth Operator" an Tastenläufen serviert, klingt mächtig nach Ray Manzarek. Was sich zunächst im balladesken Bereich tummelt, entwickelt sich – wieder mit Horn-Unterstützung von Saxofonist Steve Perez – zu einer furiosen Funk-Nummer, in der nicht nur Funken sprühen, sondern gleich ein ganzes Feuer entfacht wird. Klasse, diese instrumentale Phase, die fast schon nach Jam duftet. Highlight!
Halten wir Ausschau nach weiteren Tracks mit Steven Perez, dann stoßen wir auf "Chains". Ah, jetzt zieht sich das ruhigere Fahrwasser wie ein roter Faden durch das Lied. Wie bei Jason Kane üblich, verzichtet er nicht auf einen sich vom sonstigen Umfeld abhebenden energetischen Alleingang. Gut!
Schau, wie schnell ich auf einer Gitarre spielen kann.
Nichts anderes ist der Schnipsel "The Landing".
Jason Kane & The Jive machen keinen Hehl daraus, auch in einen musikalischen Rückspiegel zu schauen. Dabei kommen einem bei der hitzig-leidenschaftlichen Fahrt durch die zwölf Songs durchaus eingangs erwähnte Bands in den Sinn.
Hart rockt auch "Wet Brain". Wer hier die Harp spielt, bleibt im Verborgenen, weil im Line-up der Platte nicht angegeben. Das Instrument gibt dem Track ein Blues-Fundament, denn schließlich ist dieser Track Jason Kane & The Jive-Rock’n’Roll der speziellen Art.
An der Genre-Kreuzung treffen Hard Rock und der Blues Rock aufeinander. Altersweise, wie der Zwölftakter-Rock nun mal ist, gibt er dem bissigen Hard Rock-Stil von Jason Kane & The Jive die Vorfahrt.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.
Line-up Jason Kane & The Jive:
Jason Kane (guitars, vocals, keyboards)
Nick Jive (bass)
Jules Flores (drums)
Additional Musicians:
Thomas Chapoy (drums – #3-5,7,9,10)
Steven Perez (saxophone – #5,7)
Joey Villalobos (lead guitar – #7)
Steven Rodriguez (drums – #6,8,12)
John Eric (lead guitar – #3)
Jim Martinelli (acoustic guitar – #11)
Tracklist "Soggy Noggin":
- Machine Of Dreams
- Long Time Comin'
- Wet Brain
- Rising Smoke
- Smooth Operator
- Unknown
- Chains
- The Landing
- Chica Boom
- Shadow Of Love
- Buring Ships
- Bossman [Live In Studio/feat. Top Shelf Brass Band]
Gesamtspielzeit: 53:46, Erscheinungsjahr: 2020
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