Grüezi, hier kommt
Adam.
Adam ist ein Rock-Quintett aus der Schweiz, das ebenso wie seine angesehenen Eidgenossen
Krokus,
Gotthard,
Hank Shizzoe oder
Shakra nun auf dem internationalen Musikmarkt Fuß zu fassen versucht.
Vor ca. sieben Jahren fusionierten zunächst die auf Landesebene beachteten Bands
FunTastic und
Earthquake, bis sich mit
Dany Nicoulaz (Guitar),
Guido Strassmann (Guitar),
Edi Imhof (Bass) und
Eric Kunz (Drums) ein festes Grundgerüst gebildet hatte. Als man dann mit
Zach Prather (
Zach Prather's Blues Express - sieht aus wie der Bruder von
Whoopi Goldberg...) einen international renommierten Sänger gefunden hatte (Zusammenarbeit u. a. mit
Willy Dixon,
Luther Allison,
Mick Jagger), wagte man jetzt den vielleicht großen Wurf.
Auf ihrem Debüt präsentieren
Adam vierzehn selbstkomponierte Stücke, die sich zwischen melodischem Rock, Blues Rock und Psychedelic Rock einsortieren. Dabei merkt man sofort, dass hier absolute Profis zu Werke schritten, die ihr Handwerk von der Pieke auf beherrschen.
Prathers Gesang bewegt sich routiniert und angenehm ins Ohr gehend in Sphären zwischen
Phil Lynott und
Jeff Healey, die fette Rhythmus-Sektion
Imhof/
Kunz hält den Rücken frei für das sich hervorragend ergänzende E-Spiel der beiden Gitarristen.
Als persönliche Favoriten benenne ich dann aber doch das balladeske "Fallen One" mit der schönen zweistimmigen E-Solo-Passage, das mich an
Thin Lizzys "Bad Reputation"-Phase erinnernde "Runaway" (
Prather singt fast identisch wie eines seiner Idole,
Phil Lynott), der modern gebrachte Blues Rock-Song "Stand Alone" (Mischung aus
ZZ Top/
Jeff Healey, klasse hier auch das fette Drumming von
Eric Kunz) und das mit einem netten,
AC/DC-mäßigen Riff versehene "One Step Closer", das erneut
Prathers Stimm-Variabilität unterstreicht.
Fazit: Unterhaltsame, melodische, abwechslungsreiche Schweizer Rockmusikpräzisionsarbeit, die auf internationalem Niveau locker mithalten kann!