|
Da greifen drei junge Musiker nach den Sternen!
Völlig unvoreingenommen wanderte die CD das erste Mal in den Player und nach wenigen Tracks war zu befürchten: Dieses Ding lässt einen einfach nicht los.
Bitte Platz nehmen in Alfred Vogels Tonschmiede, denn man ist mittendrin, wenn man von Brendan Adams' Songs getroffen wird.
Weniger ist mehr: Fast spartanisch instrumentiert, konfrontiert uns das Trio mit musikalischen Lebenserfahrungen, die einen berühren.
Stichworte wie 'relaxt' und 'groovend' können hier luxuriös eingesetzt werden.
"Pearly Sue" ist das erste Album, dass der aus Südafrika stammende Sänger und Gitarrist Brendan Adams zusammen mit dem Schweizer Bassisten Markus DePretto und dem österreichischen Drummer Alfred Vogel eingespielt hat.
Adams greift mal zur elektrischen, mal zur akustischen Gitarre, DePretto zupft dezent diverse Tieftöner und ein Hauch von Lächeln verändert die Gesichtszüge, wenn man im Booklet liest, dass Vogel 'pots & pans' spielt.
"Forever In A Day" ist der geeignete Türöffner für eine knappe Stunde Musik, die persönlicher und intensiver nicht sein kann.
Schon mit den ersten Tönen rollt Brendan Adams einen groovigen Teppich aus, den Bass und Drums verstärken. Herrlich gesetzte Breaks und Tempowechsel sorgen für Abwechslung.
Etwas überraschend, weil im Booklet nirgends aufgeführt, hört man in "No Time" eine Harp. Ein Element, das nicht nur für Verblüffung sorgt, sondern auf elegante Weise die Melodie des Tracks aufgreift.
Adams hat tatsächlich wunderbare Perlen gezüchtet, die variantenreich ausgefallen sind und von hoher Qualität zeugen.
Mal durchaus perfekt, dann wieder völlig unregelmäßig geformt. Aber jede Perle hat immer ihre persönliche Note. Was muss der Singer/Songwriter denn so alles gehört haben, bevor er seine dreizehn ganz individuellen Zuchtperlen dem Hörer überlassen hat?
Jazz, Soul, Pop, vielleicht Blues und einiges mehr.
Schon jetzt hat er eine ganz spezielle Note, die einen während des Hörens begleitet.
Die Songs leben vom Feeling, das von einer gewissen Melancholie geprägt ist.
Damit wird man aber einem Brendan Adams Trio nicht gerecht. Kommt man zum Titeltrack, sollte man, und nicht nur hier, genau hinhören. Es gibt zahllose Momente, die auch Freude ausdrücken. Stellvertretend sei hier das bluesige "Song 4 Q" genannt.
Nachdem "Lonely Me" eine Solodarbietung von Adams ist, wird "Cape Of My Heart" mit einigen Soundspielereien an Gitarre und Schlagzeug eingeleitet und wenn dann DePrettos Bass einsetzt, kommt das Trio zum Thema. Von wegen Schwermut!
Filigranen, fast zerbrechlichen Charakter hat das jazzige "Working Class Prayer". Vogel hat die Drumsticks mit den Jazzbesen getauscht und abermals stellt Adams unter Beweis, dass er nicht nur klasse Songs schreiben, sondern auch durchweg beeindruckende Texte zu Papier bringen kann.
Dem Brendan Adams Trio muss man zuhören.
"Where Will The World Be Tomorrow": Da ist sie wieder, die Harp!
Bei "The Little Lisa Lullaby" kann man sich ruhig zurücklehnen und sich von der guten Laune anstecken lassen.
Gaaaanz am Ende hat es dann noch einen versteckten Song.
Angetan von der Musik und den Texten, ist, am Ende angekommen, nur folgendes Fazit zu ziehen: Da hat das Brendan Adams Trio ja schon Großartiges vorgelegt. Vom Feinsten, was hier auf die Beine gestellt wurde.
Line-up:
Brendan Adams (guitar, vocals)
Markus DePretto (basses)
Alfred Vogel (drums, percussion)
| Tracklist |
01:Forever In A Day (4:38)
02:No Time (3:25)
03:I Dream Of You (4:14)
04:No Compas (3:13)
05:Pearly Sue (7:31)
06:Song 4 Q (2:39)
07:Lonely Me (3:38)
08:Cape Of My Heart (4:49)
09:Working Class Prayer (5:17)
10:Where Will The World Be Tomorrow (5:03)
11:The Little Lisa Lullaby (4:36)
12:Love Never Says Goodbye (3:09)
|
|
Externe Links:
|