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Es gibt sehr viele Bands mit verdammt merkwürdigen Namen. Aber einen Namen, der mich zu einem 'Facepalm' verleitet, habe ich bisher nur selten mitbekommen. Conan's First Date aus Ungarn schaffen es auf jeden Fall ohne Probleme.
Zum Glück jedoch für mich wirkt sich der Bandname nicht auf die Musik aus, denn die Band spielt durchaus hörbaren Death'n'Roll. Ihre ingesamt dritte Veröffentlichung "The Devil Is On The Loose", die erste Langrille nach den beiden EPs Effegies (2009) und "Jailbreak" (2011), soll der Gruppe nun auch den Weg auf den großen mitteleuropäischen Markt ebnen.
Jedoch gibt es da ein Problem. Trotz aller positiven Aspekte, wie dem wirklich hörenswerten Klargesang des Sängers Márton Bencze, der guten, warm klingenden und leicht verwaschenen Produktion, der ausgezeichneten Instrumentalisierung, dem umfangreichen Spektrum an Stimmungen, die die Songs versuchen einzufangen, gelingt es keinem Track, sich dauerhaft in den Gehörgängen festzusetzen. Hat man einen Song gehört, ist dieser schon wieder vergessen, sobald der nächste beginnt.
Am deutlichsten wurde mir dies Gewahr, als nach dem Ende des letzten Stückes, unbemerkt der 'Repeat' einsetzte und ich schon wieder die ersten drei Nummern hörte bis ich mich wunderte, dass drei 'Hidden Tracks' doch etwas ungewöhnlich wären.
Ich kann nicht sagen woran es liegt. Conan's First Date machen ihre Sache wirklich gut und ich finde keinen Punkt, an dem ich konstruktive Kritik ansetzen könnte.
Doch das ganze Album plätschert etwas unausgegoren vor sich hin, ohne einen zündenden Moment, der in einem Begeisterung auszulösen vermag.
Schade eigentlich, denn mit ihrem leicht lethargisch wirkendem Death'n'Roll könnten die vier Männer aus Ungarn garantiert in eine Kerbe schlagen, in der es noch viel zu holen gäbe.
Line-up:
Márton Bencze (vocals,guitar)
Erik Vándor (guitar)
Gergely Bossányi (bass)
Levente Séd (drums)
| Tracklist |
01:The Man, The Monster (4:59)
02:Undercovering (4:31)
03:Undead Ballett (4:26)
04:Dethronement (5:13)
05:Tear It Apart, Break It Down (4:27)
06:Stellar Wonder (5:26)
07:Jailbreak (5:20)
08:Revolution Of The Flesh (4:55)
09:Fangs And Claws (4:29)
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Externe Links:
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