Tom Cheatham / Scars That I'll Keep
Scars That Ill Keep Spielzeit: 37:26
Medium: CD
Label: Eigenproduktion, 2011
Stil: Red Dirt, Country

Review vom 12.11.2011


Joachim 'Joe' Brookes
"Restless Soul" (2009) war Tom Cheathams Debüt-Album und wenn man sich einen Eindruck von dieser Platte gemacht hat, kann dem in Dallas, Texas geborenen Musiker für den Nachfolger "Scars That I'll Keep" ein großes Lob aussprochen werden. Cheatham hat sich, mit hervorragenden Begleitmusikern an seiner Seite, einen großen Schritt weiterentwickelt. Zwischenzeitlich machte er fünf Jahre Station in Austin. Cheathams musikalischer Weg war bisher nie einfach. Er musste für seine bisherige Anerkennung in der Szene viel arbeiten und mit vorliegendem Album sollte es dem sympathischen Tom wohl um einiges leichter fallen, seine Karriere zu bestreiten.
Als Produzent konnte er den bekannten Erik Herbst gewinnen. Herbst hat einige Alben der
Eli Young Band, Josh Abbott Band beziehungsweise Sister Hazel auf der technischen Seite begleitet und greift auf "Scars That I'll Keep" auch selbst zur akustischen beziehungsweise elektrischen Gitarre.
Mit schärfer angemachten E-Gitarren kommt "Forgiveness" noch rockender rüber.
John Mellenkamp lässt grüßen, diese Jill Herbst servierte wunderschöne Backing Vocals und die auf gleich zwei Keyboarder (Bradley Knight, Brian Piper) verteilten Hammond-Sounds sind das nötige Salz im Red Dirt eines Cheatham. Diese Nummer langt ordentlich hin.
Der Titeltrack "Scars That I'll Keep" ist eines der Highlights auf der Scheibe. Ein leichtes Blues-Flair zieht sich durch die beeindruckende Ballade und wunderschön ist die Tastenbegleitung. Die E-Gitarren machen tolle Stimmung und ohne Zweifel hat Herbst die Regler sowie Pegel auf genau die richtigen Positionen geschoben. Ah, akustische Gitarren ... "Letting Go" ist ein weiterer ruhiger Track und da kann Cheatham seinen tollen Gesang voll zur Geltung bringen. Ein gefühlvolles E-Gitarren-Solo legt sich geschmeidig über die Hammond-Klänge und dann geht es mit einem luftig rockenden "Learn To Live" mit treibendem Rhythmus von Sean McCurley weiter.
Vom Titel her müsste "Angel" noch eine Ballade sein und so ist es auch. Die langsam taktenden Nummern lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Tom Cheathams Songwriting hat hohes Niveau. Nachdem man auf der Platte schon viele schöne Stücke gehört hat, ist das abschließende "Lead Me On" ein krönender Endpunkt. Der Künstler hat sich mit diesem Album in einen exklusiveren Kreis der Red Dirt-Szene gespielt und wird definitiv viel Anerkennung für diese rundum gelungene Scheibe bekommen. Der Tourkalender ist noch nicht übermäßig mit Terminen gefüllt, aber das wird sich bestimmt noch ändern.
Hammer! Mit "Tonight" geht die Post aber richtig ab. Stark riffen die E-Gitarren und die Hammond dreht mit am Rad der Freude. Schade ist nur, dass Jill Herbst lediglich 'uhs' und 'ahs' beisteuert. Die Frau hat eine tolle Stimme und hätte durchaus mehr Einsatz verdient. Wow, dieses Solo! Mensch, der Track ist schon wieder eine ganz klasse Nummer. So ausgelassen rocken die Strom-Sechssaiter!
Tom Cheatham hat mit "Scars That I'll Keep" eine richtig gute Platte auf den Markt gebracht. Kompliment! Auf den Mann muss man zukünftig ein Auge haben. Mit vielen Anspieltipps kann das neue Album nur wärmstens empfohlen werden.
Line-up:
Tom Cheatham (vocals, acoustic guitar, electric guitar)
Daren Deshazo (electric guitar)
Erik Herbst (acoustic guitar, electric guitar)
Milo Deering (pedal steel, mandolin)
Bradley Knight (Hammond organ)
Brian Piper (Hammond organ)
Bob Parr (bass)
Sean McCurley (drums, tambourine)
Jill Herbst (harmony vocals)
Tracklist
01:Empty Heart (3:21)
02:Forgiveness (3:34)
03:Scars That I'll Keep (3:44)
04:Help Me Hold On (3:39)
05:Letting Go (3:27)
06:Learn To Live (3:28)
07:One Good Reason (4:01)
08:Tonight (3:53)
09:Angel (4:20)
10:Lead Me On (3:59)
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