Uuuuh, ich mag Madeleine Peyrouxs Musik so sehr. Ihre CD "Careless Love" ist eine Klasse für sich… .
Jetzt kommt Dafni mit ihrer "Charlie's Lonely Sunday"-CD daher und zaubert streckenweise Songs in bester Peyroux-Manier aus ihrem Songwriting-Ärmel.
Diese Variante gefällt mir an der Platte sehr gut, allerdings walzt Dafni diese Parallele nicht so weit aus. Auf ihrer dritten CD finden sich noch ganz andere Perlen.
Sie ist in der Lage, ein großes Spektrum des Singer/Songwriter-Areals zu bedienen und das mit einer wunderschön entspannten Kompetenz.
In ihrer Cover-Version des Tracy Huffmann-Songs "Bottom Of A Well" wandert sie sogar bis zum Cajun.
Bevor sie sich der akustischen Gitarre widmete, waren das Piano, French Horn und der Bass ihre Instrumente. So gesehen hätte sie vorliegendes Album zu einem großen Teil alleine einspielen können.
Mittlerweile verfügt die in Wisconsin geborene Musikerin über eine sehr gute Band, die ihre Vorstellungen auf beeindruckende Weise Song für Song umsetzen kann. Es fällt wirklich schwer, einen der Instrumentalisten hervor zu heben. Dennoch soll stellvertretend Josh Bandur, der das Akkordeon spielt, genannt werden.
Dafni hat viele Töpfe auf dem Herd, soll meinen, dass sie sich in mehreren Genres zuhause ist: Country, Folk, Latin und Songs, die in den Jazz reichen sind ihr Steckenpferd.
Alles wird mit einer unwerfenden Selbstverständlichkeit und Vielfalt dargeboten, als wäre es das Leichteste auf der Welt.
Die Auswahl der Begleitmusiker ist für ihre musikalischen Bedürfnisse perfekt vorgenommen worden. Alle haben, schön verteilt über die dreizehn Tracks ihre Solo-Einlagen und zusammen spielen sie in einer atemberaubenden Harmonie.
Die Protagonistin hat sich zu Beginn ihrer Karriere in Los Angeles im wahrsten Sinne des Wortes die Hacken abgespielt und ihre ersten Sporen bei offenen Sessions in Clubs verdient. Dann holte sie ein Booking-Agent für einen Auftritt nach Hollywood. Dafni hatte ganze fünf Songs auf der Pfanne. Die müssen überzeugt haben, denn hört man sich ihr vorliegendes Album an, kann man nur zustimmend mit dem Kopf nicken… "Broken Letter", mit Joshua Grange an der sphärisch klingenden Pedal Steel.
Locker am Jazz angelehnt ist ihr "Complicated" oder das etwas flottere "Honey Honey". Hier lässt Madeleine Peyroux grüßen.
Das gesamte Album klingt, als wäre es live im Studio eingespielt worden.
Obwohl Dafni über eine tolle Stimme verfügt, leistet sie sich den Luxus, einen Song mit Sarah Stanley zusammen zu singen. "Down And Dirty" ist ein herrlicher Country-Schunkler und "This One Dance" ist ein Beispiel dafür, wie schön sich eine akustische und elektrische Gitarre ergänzen können.
Wenn sich Dafni mit ihrem Songwriting weiterhin so kompetent zeigt und ihr die Musiker die Stange halten, braucht man sich um die weitere Zukunft der Künstlerin kein Sorgen zu machen. Mit sehr vielen Songs bewegt sie sich immer am oberen Rand des üblicherweise ausgetretenen Pfades im Singer/Songwriter-Metier.
Gerade die geschickte Auswahl bei den Instrumenten in den einzelnen Tracks sorgt für Würze und viele Überraschungsmomente.
Einspurig ist "Charlie's Lonley Sunday" also in keiner Weise und das Album hat eine liebenswürdig- gewinnende Wesensart. Definitiv kann man Dafni nicht durch den Opener "Dimes" kategorisieren, denn in den 49 Minuten steckt so viel an Qualität. Um dem Album gerecht zu werden, ist schon Pflicht, alle Songs zu hören und schließlich ist "Angeleno" einer der besten Tracks der Platte.
Jeden Käufer erwartet ein klasse Sortiment an Songs, die rundum 8 von 10 RockTimes-Uhren verdient haben.
»I feel like I'm salin' away… .« Richtig, sie nimmt einen mit auf eine wunderschöne Reise.
Uuuuh, ich mag Dafnis Musik so sehr. Ihre CD "Charlie's Lonely Sunday" ist eine Klasse für sich.
Line-up:
Dafni (acoustic guitar, vocals)
Josh Bandur (accordion)
Will Forbis (guitar, banjo)
Edie Murphy (fiddel, mandolin)
Geoff Rakness (upright bass)
Mark San Filippo (drums)
Danny Ott (electric guitar)
Joshua Grange (pedal steel, rhythm guitar - #3)
Sarah Stanley (backing vocals)
Tracklist |
01:Dimes (2:50)
02:Let's Pretend (4:33)
03:Broken Letter (3:48)
04:Complicated (3:52)
05:Down And Dirty (2:42)
06:This One Dance (3:51)
07:Bottom Of A Well (3:09)
08:Honey Honey (2:44)
09:Lonely Sunday (4:57)
10:Carried Away (2:39)
11:What You Meant To Me (3:30)
12:Never Tell You Why (3:50)
13:Angeleno (5:28)
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