The Dead Brothers / The 5th Sin Fonie
The 5th Sin Fonie Spielzeit: 39:10
Medium: CD
Label: Voodoo Rhythm Records, 2010
Stil: Dead Folk

Review vom 12.05.2010


Norbert Neugebauer
One more from Switzerland, Geneve. Und diesmal eine ganz schräge. The Dead Brothers nennen sich selbst 'Begräbniskapelle' und auch die Cover ihrer mittlerweile fünf CDs lassen kaum Zweifel an der Jenseitigkeit der Combo zu. Das neueste sieht aus wie das Szenenbild eines Stummfilm-Gruselklassikers.
Mehr als 20 Musiker zählt die Homepage auf, die seit der Gründung 1999 bereits einen Platz in dem »one and only Death Blues Funeral String Trash Orchestra« hatten, glücklicherweise aber alle nach ihrem Abschied zurück in die Oberwelt durften. Gründer und Chefskull ist Alain Dead Croubalian, die wohl einzige feste Komponente in dieser Schattentruppe.
Morbide bis in den letzten Ton ist auch die Musik, die auf "The 5th Sin Fonie" ertönt. Irgendwo angesiedelt zwischen Voodoo, Tom Waits, Calexico und dem fast schon toten Johnny Cash.
Nach dem instrumentalen Opener "Drunkards Walk", einem Hillbilly-Traditional im anno dazumal-Sound, folgt der Waits-lastige "Death Blues", an den sich der sinistre Walzer "The Story It's Always The Same" anschließt. "The Power A Secret Holds" ist die Fortsetzung im Tango-Rhythmus. Bis dahin klingt das Ganze mit seinen dezenten, von den akustischen Instrumenten und den sich nur wenig unterscheidenden Flüsterstimmen bestimmten Arrangements recht originell.
Aber irgendwann ist der dünne Gruftsound dann doch nicht mehr richtig spannend und der Spaß flacht ab. Da bringen auch die Covers "Bela Lugosi's Dead" von Bauhaus und "Teenage Kicks" von den Undertones, singende Sägen, Knochen-Perkussion, Sitar, Pfeifen und krächzender Schweizer Dialekt bei "Langenthal" nicht wirklich Abwechslung. Das zweite Blue Grass-Traditional "Policeman" sorgt zwischendurch mal für frischen Schwung, aber das kann man auch woanders hören.
Gegenüber den Hörbeispielen von den früheren Scheiben auf der MySpace-Seite klingt die "5th Sin Fonie" etwas lasch. Wer Bedarf an solch skurriler Musik hat, der soll mal im Band-Katalog querhören, ob er da nicht besseres findet.
Line-up:
Alain Dead Croubalian (banjo, guitar and vox)
Matthias Dead Lincke (violin, mandolin and vox)
Mago Dead Flueck (contrebasse and vox)
Balts Dead Nill (percussion and drum)
Resli Dead Burri (pump organ, percussion and vox)
Stefan Dead Baumann (cello and vox)
Tracklist
01:Drunkards Walk
02:Death Blues
03:The Story It's Always The Same
04:The Power A Secret Holds
05:Bela Lugosi's Dead
06:Tic Tac
07:Drunkards Dream
08:I Am All I Got
09:Langenthal
10:Exotic Odyssey
11:Policeman
12:Teenage Kicks
13:How Deep Is The Water
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