Dead Memory / White Rabbit
White Rabbit Spielzeit: 15:10
Medium: EP (CD)
Label: Eigenproduktion, 2014
Stil: Heavy Rock

Review vom 29.03.2014


Markus Kerren
Die vier Jungs von Dead Memory haben sich zum Ziel gesetzt, neben dem Thrash endlich auch mal eine andere Stilistik des Heavy Metal 'Made im Ruhrpott' ins Bewusstsein der Musikfans zu bugsieren. Und dabei setzen sie sowohl auf kraftvolle Riffs als auch jede Menge Melodien. Gegründet wurde das Quartett erst im August 2013, wobei jeder einzelne Musiker aber bereits auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen konnte. Daher kommt es vielleicht auch nicht ganz so überraschend, dass die Westdeutschen bereits im November dieses Jahres ein Studio buchen und die vier Tracks der vorliegenden EP aufnehmen konnten.
Beim Riffing des Openers "White Rabbit" muss man zwangsläufig zunächst an die Motörhead der letzten etwa 15 Jahre denken. Guter druckvoller Heavy Rock ist es also, was sich Dead Memory auf die Fahnen geschrieben haben. Der große Unterschied zur erstgenannten Band ist allerdings, dass der Gesang des Bassisten David doch deutlich eingängiger und immer auf der Suche nach einer starken Hookline ist. Im Maschinenraum sorgen er selbst und Jo am Schlagzeug dafür, dass der Motor ganz kräftig auf Touren gehalten wird und nie ins Stocken kommt. Für die Riffs und Soli sind Woodie und Chris zuständig, die in erster Linie ebenso zu der 'Take no prisoners'-Fraktion gehören.
Die wohl eingängigste und melodiöseste Nummer hört auf den Namen "Sky Is Falling". Auf gewisse Weise entsteht hier zwischen der Musik und dem Gesang ein zunächst vielleicht etwas irritierender Kontrast, doch was anfangs nicht so richtig zusammenzupassen scheint (auf der einen Seite die heavy-rockende Musik, auf der anderen der eher im 'normalen' Rockbereich angesiedelte Gesang), entwickelt nach ein paar Durchläufen doch ein ganz eigenes Leben.
Beim abschließenden "Brand New Day" wird dann aber nochmal deutlich heftiger gerockt. Das kommt sowohl vom Songwriting wie auch vom Arrangement richtig klasse und da darf man die Matte ungeniert kreisen lassen. Dass "White Rabbit" klasse losrockt hatte ich bereits erwähnt und "Kiss Of Death" gewinnt durch richtig coole Gitarrenläufe und den vielleicht besten Gesang auf der EP. Mein Favorit dieser Scheibe.
Gelungene vier Tracks hat der Vierer aus dem Ruhrpott also als Visitenkarte vorgelegt. Vier Tracks, auf die sich aufbauen lässt. Und wenn Dead Memory mit der gleichen Geschwindigkeit wie bisher weiterarbeiten, dann wird es wohl auch nicht mehr lange bis zum ersten Album dauern.
Line-up:
David (bass, vocals)
Jo (drums)
Woodie (guitars)
Chris (guitars)
Tracklist
01:White Rabbit
02:Kiss Of Death
03:Sky Is Falling
04:Brand New Day
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