The Good Intentions ( TGI) sind wieder mit guter Country- beziehungsweise Folk-Musik am Start. "Someone Else's Time" heißt es und nach Poor Boy bringt das Trio mit vielen Gastmusikern abermals klasse Songs an die Adresse des Hörers. Es ist TGI-Zeit und bezogen auf die elf Kompositionen heißt es: In der Ruhe liegt die Kraft.
R. Peter Davies, Gabrielle Monk sowie Francesco Roskell liefern beste Arbeit ab. Trotz der vorherrschenden Entspanntheit in den Tracks ist nicht von der Hand zu weisen, dass TGI klasse Stimmung entstehen lassen. Neben Country und Folk gibt es immer wieder einige Würzungen aus dem Blues und die Stimmen-Harmonie zwischen Davies sowie Roskell ist lobenswert. Besonders haut das aber mit Gabrielle Monk hin. Herrlich, wie sich diese beiden Künstler gesanglich ergänzen.
Durch die Vocals gibt das Liverpooler Trio seinem Album Tiefe und dem nicht genug, hat man auch noch Eric Brace von der Band Last Train Home für den Gesang gewinnen können. So wird das berühmte i-Tüpfelchen gesetzt. Rick Shea, der hier auch als Musiker mitwirkt, sorgt mit der Produktion für einen klaren, aber auch warmen Klang.
"Someone Else's Time" bietet genau die richtige Musik für einen chilligen Abend nach einem gestressten Tag. Neben dem Gesang hat man beim Arrangieren ein feines Händchen für die Instrumente gefunden. Auch hier ist Ausgewogenheit angesagt. Ob Banjo, Pedal Steel, die akustische Gitarre, Akkordeon und Piano ... alle sorgen für Abwechslung.
Das Album wird definitiv etwas für Genießer sein. The Good Intentions schicken uns auf eine siebenunddreißigminütige Entdeckungsreise, denn die Nummern enthalten viele Feinheiten. Im Track "Send The Devil Back To Hell" wird der Belzebub von der gesanglichen Sanftheit mehrerer Engelsstimmen an seinen Arbeitsplatz zurückgeschickt und ein "Western Lullaby" mit seiner herrlich verträumten Pedal Steel-Gitarre ist eines der Aushängeschilder für die Musik von TGI.
Im Zusammenhang mit R. Peter Davies' Kompositionen gibt es auch flottere Stücke. "Black Train" ist so ein Song und den Sound machen viel Saiteninstrumente aus. Oben drauf hören wir Brantley Kearns an der Fiddle und es wird ein schönes Banjo-Solo gezupft. Bei den Good Intentions kann ein "The Cold Wind" gar nicht kalt sein. Wieder Up-Beat ist abermals das Zusammenspiel von vielen Instrumenten hervorzuheben. Feine Breaks beziehungsweise Rhythmuswechsel sorgen für Abwechslung.
Mit dem tief in der Tradition des Folks steckenden "The Sound Of Time Passing" entlässt man den Hörer und "Someone Else's Time" hat bestimmt mehrere Spins verdient. Das Akkordeon führt uns durch "Dark Stranger", einem der etwas längeren Stücke auf der Platte. Die Drums werden von Dave Raven ( Ted Russell Kamp, Dave Grohl) mit Zurückhaltung eingesetzt und nicht nur einmal nimmt er die Jazzbesen zur Hand.
Obwohl "Someone Else's Time" keine echten Ecken und Kanten aufweist, ist die Platte durchaus als zeitlos zu betrachten. The Good Intentions bleiben ihrem ruhigen sowie relaxten Country- und Folk-Stil treu und in der von ihnen kreierten Atmosphäre sind sie von überzeugender Natur. Vielleicht entschließt man sich ja für ein folgendes Album auch mal für die eine oder andere richtig flotte Nummer. Mit dem zeitlich knapp bemessenen Song "Everybody Loves A Loving Man" könnten TGI durchaus im Sparten-Radio vertreten sein. "Someone Else's Time" lässt den Hörer auf ein weiteres Album hoffen.
Line-up:
R. Peter Davies (acoustic guitar, vocals)
Gabrielle Monk (autoharp, harmony vocals)
Francesco Roskell (acoustic guitar, banjo, harmony vocals)
Additional Musicicans:
Rick Shea (acoustic guitar, pedal steel, Dobro, mandolin)
Brantley Kearns (fiddle)
David Jackson (doghouse bass, accordion)
Scott Poley (mandolin, pedal steel, lap steel)
Mark Switzer (banjo)
John Palmer (percussion)
Wyman Reese (piano, organ)
Dave Raven (drums)
Eric Brace (backing vocals)
Tracklist |
01:Gone So Long (3:44)
02:Black Train (3:12)
03:Everybody Loves A Drinking Man (2:30)
04:Coal Miner's Lament (3:58)
05:The Cold Wind (2:38)
06:Dark Stranger (4:11)
07:Oh My Darling (4:30)
08:Lonley Train (3:13)
09:Send The Devil Back To Hell (3:39)
10:Western Lullaby (3:06)
11:The Sound Of Time Passing (2:39)
(all songs written by R. Peter Davies)
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