Eddy Cole, aka Groove Eddy ist ein australischer Singer/Songwriter und so viel gibt es über den Mann gar nicht zu schreiben. Als Schüler war er in einer Band und nach dem Abschluss trieb sich Eddy ziemlich viel in der Gegend herum. Australien bietet da ja jede Menge Möglichkeiten. Er arbeitete in einem Krankenhaus, verdiente seinen Unterhalt als Gitarrenlehrer und machte dann mit ganz geringen Mitteln Gospelalben, die beim Publikum auf fruchtbaren Boden fielen. Es folgte die EP "Mellow" und nun hat er mit "Overload" sein erstes reguläres Album veröffentlicht.
Kaum zu glauben, dass der Mann nicht früher die Zeichen der Zeit, beziehungsweise die Aufmerksamkeit der Personen um ihn herum genutzt hat. Was Groove Eddy, bleiben wir mal bei dem Namen, mit seinen elf Eigenkompositionen beim Hörer bewirkt, ist schon nicht von schlechten Eltern. Seine Stimme ist wie aus Samt, sehr sympathisch und passt so bestens zur Musik.
Der Funk im Opener "Funky" hat einen ganz zarten Schmelz und das Lied ist dennoch ein Hinhörer. Was Groove Eddy & Co. im ersten Track auf den Weg bringen, hat das gewisse Extra. Da muss man sich nur die auf sanft gestellte Gitarre anhören. Dann wird sie für das Solo schärfer gespielt. Die Seite des Gesangs passt auch sehr gut und schon hat Groove Eddy Pluspunkte gesammelt.
Yeah, das ist ein ganz feiner Groove, der in "Wildflower" auf einen zukommt. Was die Vocals angeht, sind der Protagonist und Amber Hulme ein ungemein harmonisches Gesangspaar. Mit der Violine von July Hamilton bekommt der fröhliche Song eine sinnliche Komponente und insgesamt wird die Nummer zum Ende hin etwas dynamischer. Im sphärischen "Only Love Can Heal" ist die Hamilton abermals am Start. Der Track hat eine besonders herrliche Melodie und Groove Eddy verpasst dem Schleicher eine feine Prise Pop.
"Things They Shouldn't Be This Way" ist filigrane Musik in balladesker Auslage mit einem ganz geschmeidigen Solo von der akustischen Gitarre. Wie schafft es Groove Eddy mit seinen Kompositionen nur, den Hörer in seinen Bann zu ziehen? Die ersten drei Stücke sind einfach herrliche Musik! Die Dinge haben schon ein besonderes Flair.
In der musikalischen Zone des Australiers rockt es auch. Für "Just Find A Way" verpflanzt er den Country in den Track und Chris Hallam slidet seine Gitarre dazu. Das ist ziemlich erlesene Kost. Auf ganz unterschiedliche Weise groovt es hier in seichten Gewässern an allen Ecken und Kanten. "Mopoke", nach einer in Down Under ansässigen Eulenart benannt muss nach Groove Eddys Ansicht sehr aktiv sein, denn er widmet ihr einen der flottesten Song (instrumental) auf seinem knapp zweiundvierzigminütigen Album. Hier geht es mit einem Gemisch aus Folk, Country und klasse Fingerpicking zur Sache.
In "Only For Awhile" wird der Gesang mit Eddy und Amber Hulme deutlich in den Vordergrund gestellt. Einfach herrlich, wie die zwei Künstler ganz dicht beieinander sind und die Begleiter sehr zurückhaltend agieren. Nigel Picknell, ansonsten verdammt melodisch trommelnd, bedient hier die Felle nur mit den Jazzbesen. War der erste Track mit einem Samthandschuh-Funk ausgestattet, zeigt man in "Until The River's Flowing" wie es auch prägnanter zugehen kann.
Groove Eddy hat mit "Overload" ein ganz fein ziseliertes Album vorgelegt. Mit fast ausschließlich langsamer groovenden Songs zeigt der Mann aus Australien, dass man auch aus der Ruhe viel Kraft generieren kann.
Line-up:
Groove Eddy (vocals, guitar)
Joel Hulme (bass)
Nigel Picknell (drums)
Judy Hamilton (violin, vocals - #2,6)
Chris Hallam (slide guitar - #10)
Amber Hulme (vocals)
Tracklist |
01:Funky (3:33)
02:Wildflower (3:34)
03:Things They Shouldn't Be This Way (4:26)
04:Melody Your Love Is Song (4:25)
05:Mopoke (3:04)
06:Only Love Can Heal (4:35)
07:Only For Awhile (3:00)
08:Until The River's Flowing (3:30)
09:Courage (3:05)
10:Just Find A Way (4:29)
11:Don't Cry For Me (4:07)
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