Was haben
Chuck Berry,
The Blues Project (
Al Kooper) und
The Clash gemeinsam? Nicht viel, denke ich, außer dass sie natürlich alle Musik machen/machten.
Aber auf
Peter Gammons' Album "Never Slow Down, Never Grow Old" sind sie durch Songs vertreten.
Gammons hat einen Namen, ist eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens und anerkannter Schreiber und Reporter in Sachen Baseball, der den Boston Red Sox nahesteht. Auf diesem Spielfeld hat er Kompetenz, wie man im Internet lesen kann.
Seine Meinung zählt schon etwas und nun tauscht er die Tastatur mit der Gitarre, zeigt auf dem Coverfoto als auch durch den Albumtitel Dynamik und was passiert, wenn man sich dem Inhalt der CD widmet?
Ok, dynamisch ist das Ding! Gute Laune verbreitet er hier und da auch. Sein Gitarrenspiel und seine Stimme sind dann aber eher durchschnittlich.
Da kann man bei dem
Clash-Titel ("Death Or Glory"), den beiden
Berry-Nummern ("Promised Land"/"Carol") und
Al Koopers Song ("Wake Me, Shake Me") per se nichts falsch machen.
Macht
Gammons auch nicht, weil er sich für "Promised Land" einen Ergänzungsspieler in die Mannschaft holt:
George Thorogood, der durch seinen Slide-Gitarrenbeitrag den Track nach vorne bringt.
Baseball und die Boston Red Sox: Bei "Wake Me, Shake Me" werden für den Chorus eine Menge Spieler der Mannschaft vors Mikrofon gebeten. Wohl eher ein Gag.
Leck die Söck, hat der Gammons sich für sein Album auch noch eine ganze Schar anderer Leute an Land gezogen!
Das ist dann soweit gegangen, dass im Booklet Ed Valauskas und Michael Creamer als Projekt-Koordinatoren genannt werden. Die müssen echt Arbeit gehabt haben, alles unter einen Hut zu gekommen!
Neben den beiden bereits erwähnten Musik-Berühmtheiten gibt es noch eine weitere:
Paul Barrére von
Little Feat, der die Slide-Gitarre in "Tanqueray", einem Blues-Song von
Johnnie Johnson, spielt. Geht doch, Leute!
Hier passt das Konzept,
Gammons Stimme in diesem groovigen Track klingt schön relaxt, das Piano 'klimpert' herrlich und wir verbuchen "Tanqueray" als einen homerun
Gammons', ebenso wie "NyQuil Blues" mit
Zack Scott an der Harp.
Wer Angst vorm Zahnarzt hat und im Wartezimmer alleine schon durch die Geräusche des Bohrers nervös wird, sollte auf das kurze Intro in "Bad Teeth" verzichten, denn dort hört man eben dieses Arbeitsgerät. Die Nummer erinnert stark an die frühen
Dr. Feelgood oder
Nine Below Zero.