Bei dem Elternhaus ist es kein Wunder, dass JT Hodges früher oder später auch auf den süßen Geschmack der Musik kommen musste. Die Eltern des New Country-Rockers hatten ihre eigenen Bands und vor allem waren sie im in deren Besitz befindlichen Buffalo Recording Studio tätig. Nach seiner Ausbildung ließ er sich zunächst in Los Angeles nieder und war Teil des Coffeehouse Circuit. Mittlerweile verheiratet zog es ihn 2009 in die Music City Nashville. Ein Jahr später hatte er einen Plattenvertrag bei Toby Keiths Label Show Dog-Universal Music und 2011 war er zunächst mit der Single "Hunt You Down" am Start.
Dieser Track befindet sich nun auch auf seinem Debütalbum. Mit weiteren neun Nummern rockt und schwelgt Hodges auf sympathische Art und Weise fast ausschließlich Songs, die er komponiert hat. Im randvollen Line-up befinden sich Namen, denen man in letzter Zeit verdammt oft über den Weg läuft. Tom Bukovac, Mike Brignardello, Dan Drugmore oder Chad Cromwell sind beileibe keine nnbekannten Sessionmusiker und auch hier setzen sie die Musik eines JT Hodges sehr gut in Szene.
Der Protagonist serviert uns ein in sich schlüssiges Album mit so einigen Highlights. Da darf der Blues-Fan gleich mit der Tür ins Haus fallen und den Gaul von hinten aufzäumen, denn mit "Green Eyes Red Sunglasses" hat Hodges einen krachenden Blues-orientierten Titel in der Setlist. Es groovt saustark und mit Harp sowie einer vom Bottleneck gesteuerten Gitarre geht es mit klasse Gesang den staubigen Blues-Pfad entlang. Dieses Stück ist ein krönender Abschluss eines Albums, das voll von guter, abwechslungsreicher Musik ist.
So könnte der junge Mann mit fast allen Songs im Radio vertreten sein, was in diesem Zusammenhang bitte positiv zu bewerten ist. Neben herrlichen Rockern wie dem Opener "Rather Be Wrong Than Lonely" mit einer feinen Prise Rock'n'Roll und einem fetzigen E-Gitarrensolo hat der Künstler auch noch wunderschöne, unter die Haut gehende Balladen im Köcher. Die werden nicht sofort abgerufen. So befinden sich "When I Stop Crying" und "Goodbyes Made You Mine" wohl nicht ohne Grund im Zentrum der Tracklist. Hier offenbart uns Hodges quasi sein Seelenleben. Mit schönen Pianoklängen fließt im erstgenannten Track definitiv kein Schmalz aus den Lautsprechern, sondern echte Gefühle. Das Liebeslied "Goodbyes Made You Mine" setzt dann eher mehr auf Dynamik und einer an John Mellencamp erinnernde Auslage.
Hodges hat ohne Zweifel einen musikalischen Daumen und kann seine Kompositionen durch die Instrumentierung perfekt in Szene setzen. Außerdem verfügen die Songs über eine riesige Portion an Melodien und dass der Künstler super gut singen kann, muss unbedingt erwähnt werden. Damit hat er nicht nur bei seinen Fans einen Stein im Brett. Apropos Arrangements ... da lohnt es sich definitiv, in "Hunt You Down" reinzuhören. Wie hier die Handtrommeln, weitere Percussioninstrumente, die E-Gitarren (und die Akustische) und der unmittelbar ins Ohr gehende Refrain zu einem großartigen Song zusammenwachsen, ist schon beeindruckend.
Überhaupt werden die rockigen Songs von ordentlich krachenden Sechssaitern durchzogen und obendrein haben, trotz der etwas begrenzten Gesamtspielzeit, sehr viele Musiker ihren Raum für Soli. Dass bezieht sich aber jetzt nicht nur auf den Gitarristen. Sehr gelungen ist aus meiner Sicht auch der Einsatz der Bouzouki in zum Beispiel "Leaving Me Later" oder die irische Flöte in "Rhythm Of The Radio".
"Right About Now" ist noch so ein Hinhörer, der mit Streichern zwischen Sanftmut und hymnenhaftem Rock mit Keyboard-Sounds pendelt. JT Hodges' Debütalbum macht bereits beim ersten Hördurchgang eine sehr positiven Eindruck, der sich mit jedem weiteren Spin verstärkt und immer neue Details zutage bringt.
Line-up:
JT Hodges (vocals, acoustic guitar,)
Ross Copperman (drums, bass, electric guitar, acoustic guitar, organ, background vocals)
Greg Droman (12-string, electric guitar, Irish flute)
Tom Bukovac (electric guitar, acoustic guitar)
Kenny Greenberg (acoustic guitar, electric guitar, maraca)
Ilya Toshinsky (bouzouki, acoustic guitar, mandolin)
Dan Dugmore (lap steel, electric guitar)
Paul Franklin (lap steel)
John Jarvis (Hammond B3, Wurlitzer)
Jelly Roll Johnson (harmonica)
Kristin Wilkinson (strings)
Pamela Sixfin (strings)
Mike Brignardello (bass)
Chad Cromwell (drums, maraca, percussion)
Eric Darken (percussion)
Perry Coleman (background vocals)
John Wesley Ryles (backgrund vocals)
Vicki Hampton (background vocals)
Bonnie Boshop (background vocals)
Chirs Stapleton (background vocals)
| Tracklist |
01:Rather Be Wrong Than Loneley (3:31)
02:Sleepy Little Town (3:35)
03:Hunt You Down (3:29)
04:Give It One More Night (3:39)
05:When I Stop Crying (4:06)
06:Goodbyes Made You Mine (2:52)
07:Leaving Me Later (3:33)
08:Right About Now (3:21)
09:Rhythm Of The Radio (3:14)
10:Green Eyes Red Sunglasses (3:16)
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