The Keith Reid Project / The Common Thread
The Common Thread Spielzeit: 51:54
Medium: CD
Label: Rockville, 2008
Stil: Classic Rock

Review vom 23.08.2008


Daniel Daus
Keith Reid schrieb Musikgeschichte als Mitbegründer der legendären Band Procol Harum und vor allem als Mitkomponist ihres wohl bekanntesten Songs: "A Whiter Shade Of Pale". Mittlerweile wird er in Fachkreisen aufgrund seiner anspruchsvollen Texte, die er im Laufe der Jahrzehnte geschrieben hat, von der Bedeutung her in einem Atemzug mit keinem Geringeren als Bob Dylan genannt.
Für dieses Projekt gelang es Keith, eine illustre Runde von Musikern und Sängern zu gewinnen (u.a. Chris Thompson, John Waite, Southside Johnny, Terry Reid, Steve Booker, Bernie Shanahan), die eigentlich schon vorab eine absolute Qualitätsgarantie für solch ein Album abgeben. Und das bestätigt sich auch im Verlauf dieses schönen, mit dreizehn Liedern bestückten Werkes nachhaltig, hier verderben viele Köche nicht den Brei.
Das Album besteht aus einer angenehm unaufdringlichen Mixtur (meist im Midtempobereich) aus klassischen Rockstücken, gepaart mit ein wenig Pop-, Roots-, Blues- und Folkelementen, wobei die Art des Songs jeweils gut zum singenden Künstler passt, was allerdings auch wieder kein Wunder ist, da sie entsprechend beim instrumentellen Part des Songwritings eingebunden wurden. Die Texte stammen ausschließlich von Keith Reid (wunderbar z.B. "The Only Monkey").
Mir persönlich gefallen die Stücke am besten, an denen John Waite (Bad English, The Babys), Ex-Manfred Mann's Earthband-Sänger Chris Thompson und der, aus einer der ersten damaligen Rockpalastnächte, unvergessen gebliebene Southside Johnny beteiligt sind, wobei aber auch alle anderen involvierten Künstler eine tadellose Leistung abliefern. Das Werk lebt einfach von der sich wie ein roter Faden durchziehenden Abwechslung, welche die vor allem gut gewählte Trackanordnung mit sich bringt. Ein kleines Zusatzschmankerl wird durch die beigefügte Originalversion von "The Voice" geboten, die einst von Keith Reid und Chris Thompson geschrieben wurde, in erster Linie aber durch John Farnham berühmt wurde.
Fazit: Keith Reid hat mit "The Common Thread" ein durch und durch gutes und sympathisches Projekt mit tollen Musikern in Angriff genommen, bei dem alles Hand und Fuß hat. Er hat die Fäden geschickt gezogen und letztendlich eine tolle Teamleistung ohne egozentrische Eskapaden einzelner Musiker hinbekommen. Ein typisches Werk, das jeder Rockfan blind kaufen kann, sofern er mit einer überwiegend entspannt gehaltenen Gestaltung gut klar kommt und einen gewissen Hang zur Nostalgie besitzt.
Tracklist
01:In God's Shadow
02:You're The Voice
03:The Heartbreak House
04:A Common Thread
05:Potters Field
06:Gold Forever
07:Venus Exploding
08:The Only Monkey
09:It Might Be Your Heart
10:Silver Town
11:Ninety-Nine Degrees In The Shade
12:Too Close To Call
13:Right About Now
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