Keith Reid schrieb Musikgeschichte als Mitbegründer der legendären Band
Procol Harum und vor allem als Mitkomponist ihres wohl bekanntesten Songs: "A Whiter Shade Of Pale". Mittlerweile wird er in Fachkreisen aufgrund seiner anspruchsvollen Texte, die er im Laufe der Jahrzehnte geschrieben hat, von der Bedeutung her in einem Atemzug mit keinem Geringeren als
Bob Dylan genannt.
Für dieses Projekt gelang es
Keith, eine illustre Runde von Musikern und Sängern zu gewinnen (u.a.
Chris Thompson,
John Waite,
Southside Johnny,
Terry Reid,
Steve Booker,
Bernie Shanahan), die eigentlich schon vorab eine absolute Qualitätsgarantie für solch ein Album abgeben. Und das bestätigt sich auch im Verlauf dieses schönen, mit dreizehn Liedern bestückten Werkes nachhaltig, hier verderben viele Köche nicht den Brei.
Das Album besteht aus einer angenehm unaufdringlichen Mixtur (meist im Midtempobereich) aus klassischen Rockstücken, gepaart mit ein wenig Pop-, Roots-, Blues- und Folkelementen, wobei die Art des Songs jeweils gut zum singenden Künstler passt, was allerdings auch wieder kein Wunder ist, da sie entsprechend beim instrumentellen Part des Songwritings eingebunden wurden. Die Texte stammen ausschließlich von Keith Reid (wunderbar z.B. "The Only Monkey").
Mir persönlich gefallen die Stücke am besten, an denen
John Waite (
Bad English,
The Babys), Ex-
Manfred Mann's Earthband-Sänger
Chris Thompson und der, aus einer der ersten damaligen Rockpalastnächte, unvergessen gebliebene
Southside Johnny beteiligt sind, wobei aber auch alle anderen involvierten Künstler eine tadellose Leistung abliefern. Das Werk lebt einfach von der sich wie ein roter Faden durchziehenden Abwechslung, welche die vor allem gut gewählte Trackanordnung mit sich bringt. Ein kleines Zusatzschmankerl wird durch die beigefügte Originalversion von "The Voice" geboten, die einst von
Keith Reid und
Chris Thompson geschrieben wurde, in erster Linie aber durch
John Farnham berühmt wurde.