Rob Laufer / The Iron Age
The Iron Age Spielzeit: 42:41
Medium: CD
Label: Eye Records, 2005
Stil: Pop Rock

Review vom 28.09.2008


Daniel Daus
Hm, die große Frage, die ich mir beim Erhalt und nach dem ersten Hördurchgang von Rob Laufers Scheibe "The Iron Age" sofort stellte, war, welchen Sinn es macht, ein Werk aus dem Jahre 2005 zu besprechen, zumal es sich wirklich nicht gerade um ein Wunderwerk der Musikgeschichte handelt. Es bleibt letztendlich wohl ein Geheimnis der uns beliefernden Firma, aber, wie dem auch sei, stelle ich mich natürlich dem Output des Künstlers und versuche ein paar Worte darüber zu verlieren.
Über Rob Laufer ist im Web nicht allzu viel zu erfahren. Er verkörperte wohl in den siebziger Jahren im Musical Beatlemania den Part des George Harrison, des weiteren hat er in den Neunzigern zwei Alben veröffentlicht, die aber an mir klammheimlich vorbeigegangen sind. Auf der aktuellen CD sind die Infos auch recht sparsam gehalten. Zumindest bietet sie den Erkenntnisstand, dass Laufer alle Songs selbst komponiert hat und auch fast alle Instrumente bediente. Lediglich Nick Vincent am Schlagzeug, Doug Livingstone an der Pedal Steel-Gitarre und Stefanie Five am Cello durften sporadisch bei wenigen Tracks unterstützend mitwirken.
Mein großes Problem ist Laufers helle Stimme, die mit immenser Weichspülkraft auf die ohnehin recht handzahmen Songs einwirkt. Klar natürlich, dass seine beatlesque Vergangenheit in manchem Stück ihre Spuren hinterlässt (z.B. "Starstuff", "In The Frame"), was mich als nicht unbedingtem Pilzkopffreund eher abschreckt. Ganz nett finde ich das flockig melodische "Did You See Her Dance", das mich ein wenig an die Tom Petty -/Traveling Wilburys -Schiene erinnert. Manchmal glaube ich auch ganz dezente Ähnlichkeiten zu Neal Casal herauszuhören, der aber deutlich rootsiger als der Protagonist dieses Werkes ausgerichtet ist. Laufer bemüht sich dann doch insgesamt mehr um die Indie- bis Brit-Pop-Klientel.
Fazit: Rob Laufers "The Iron Age" ist ein Album, das nach mehreren Hördurchgängen durchaus an Sympathie gewinnt, mit zum Teil ganz netten Stücken (wenn er mal etwas rockt wie bei "Inside Story", oder "Shoot The Moon"), aber auch einigen an den Nerven zehrenden, zum Weglaufe(r)n animierenden Exemplaren ("Mister Perry", "Girl In Garnets", "Carcrash Boyfriend"). Liebhaber rockiger Töne sollten einen Bogen um die Scheibe drehen. Wie bereits erwähnt, zu empfehlen eher für Indie- und Britpop-Freunde.
Tracklist
01:Starstuff
02:Did You See Her Dance
03:Mister Perry
04:Wireframe
05:Inside Story
06:Sweet Downfall
07:Open
08:Backseat
09:Shoot The Moon
10:Girl In Garnets
11:Carcrash Boyfriend
12:In The Frame
13:Angelyne
14:Minute To Cry
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