Hm, die große Frage, die ich mir beim Erhalt und nach dem ersten Hördurchgang von Rob Laufers Scheibe "The Iron Age" sofort stellte, war, welchen Sinn es macht, ein Werk aus dem Jahre 2005 zu besprechen, zumal es sich wirklich nicht gerade um ein Wunderwerk der Musikgeschichte handelt. Es bleibt letztendlich wohl ein Geheimnis der uns beliefernden Firma, aber, wie dem auch sei, stelle ich mich natürlich dem Output des Künstlers und versuche ein paar Worte darüber zu verlieren.
Über
Rob Laufer ist im Web nicht allzu viel zu erfahren. Er verkörperte wohl in den siebziger Jahren im Musical
Beatlemania den Part des
George Harrison, des weiteren hat er in den Neunzigern zwei Alben veröffentlicht, die aber an mir klammheimlich vorbeigegangen sind. Auf der aktuellen CD sind die Infos auch recht sparsam gehalten. Zumindest bietet sie den Erkenntnisstand, dass
Laufer alle Songs selbst komponiert hat und auch fast alle Instrumente bediente. Lediglich
Nick Vincent am Schlagzeug,
Doug Livingstone an der Pedal Steel-Gitarre und
Stefanie Five am Cello durften sporadisch bei wenigen Tracks unterstützend mitwirken.
Mein großes Problem ist
Laufers helle Stimme, die mit immenser Weichspülkraft auf die ohnehin recht handzahmen Songs einwirkt. Klar natürlich, dass seine
beatlesque Vergangenheit in manchem Stück ihre Spuren hinterlässt (z.B. "Starstuff", "In The Frame"), was mich als nicht unbedingtem Pilzkopffreund eher abschreckt. Ganz nett finde ich das flockig melodische "Did You See Her Dance", das mich ein wenig an die
Tom Petty -/
Traveling Wilburys -Schiene erinnert. Manchmal glaube ich auch ganz dezente Ähnlichkeiten zu
Neal Casal herauszuhören, der aber deutlich rootsiger als der Protagonist dieses Werkes ausgerichtet ist.
Laufer bemüht sich dann doch insgesamt mehr um die Indie- bis Brit-Pop-Klientel.