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»My radio and television
Say that you're better if you're thin.
But in the end, it's my decision
I'd really hate it if I looked like them.«
Lasst mich euch eine Band vorstellen, bei der das Drumherum noch interessanter war als die Musik.
Mammoth! Eine Band, ein Vermächtnis. Zwar hat diese Kollaboration, die auf mehr als eine Art schwergewichtig war (Running Gag des Labels Angel Air) nur einige Jahre überdauert - in denen konnte sie jedoch einige Blicke auf sich ziehen.
Nachdem sich Gillan im Jahre 1982 unter nach wie vor mysteriösen Umständen auflösten, war Bassist John McCoy auf der Suche nach neuen Herausforderungen. McCoy, 120 kg schwer, rekrutierte Vinnie Reed (Schlagzeug, 140 kg), Sänger Nicky Moore (127 kg) und 'Big Mac' Baker (Gitarre, 152 kg). Den Namen Dinosaur mussten sie wieder ablegen, da diesen bereits eine kalifornische Band trug. Mammoth war geboren.
Die für die Ewigkeit gebannten Auftritte der Band beschränken sich, da die Band sich 1989 wieder auflöste, auf die Single "Fatman" und die beiden Longplayer "XXXL" sowie "Larger And Live". In dem Film "Just Ask For Diamond" (hierzulande "Die Malteser des Falken") spielte die gesamte Band die Henker. Obwohl von den Fans auf Touren mit Marillion oder Whitesnake gefeiert, blieb ihnen der kommerzielle Durchbruch verwehrt.
Blicke zogen die coolen Moppel jedenfalls immer auf sich. Dazu trug wohl auch bei, dass sie, nachdem sie bei einem Auftritt in Leeds knapp einer Katastrophe entronnen waren, nur noch auf speziell verstärkten Bühnen auftreten konnten.
Ihre extravagante Erscheinung war ihr Kapital, und das ist heute noch ihr Plus - auch beim Hören des neuen Schmankerls für Fans, "Leftovers, Relics & Rarities". Stets stellt man sich vier dicke Typen auf einer Bühne vor, was dem Ganzen auf komische Weise einen Riesenbonus verschafft. Das Material selbst ist nämlich alles Andere als spektakulär. Man hört typische Achtziger-Kost, nicht zu schmalzig, oft hymnischen Charakters und manchmal mit guten Ansätzen ("Can't Take The Hurt", "Tonight"), aber leider zu viel Standardwerk, das recht belanglos daherkommen würde, wären Mammoth nicht die Band gewesen, die sie waren - und wofür man sie irgendwie einfach lieben muss.
Negativ muss allerdings auch der Sound hervorgehoben werden, der nie über bessere Demo-Qualität hinauskommt. …Das alles hat vor allen Dingen nostalgischen Wert. Fans werden ob der unveröffentlichten Songs Luftsprünge machen - alle Anderen dürfte diese Scheibe relativ kalt lassen; bis auf die Liebhaber der späten Achtziger: Die können ruhig mal ein Ohr riskieren, denn diese Band hat es ja irgendwie verdient, dass sie nicht ganz in Vergessenheit gerät - obwohl sie sich so schnell wieder getrennt haben. Wie sagte John McCoy doch gleich auf die Frage, was denn damals passiert wäre? »Mammoth haben sich auf dem Weg vom Curryhaus zu McDonald's verlaufen!« …Na denn, Mahlzeit.
Line-up:
Nicky Moore (vocals)
John McCoy (bass, guitars, keyboards)
Kenny Cox (lead guitars)
Tubby Vinnie Reed (drums, percussion)
Big Mac Baker (guitars)
Gavin Small Fries (lead guitar)
Fat Les from Wokingham (backing vocals)
Bernie Torme (lead guitar)
Stix Hoypolloy (drums)
Arthur Guitar (lead and rhythm guitars)
Lena, the Twilight Girl (announcements)
Eddie George (keyboards)
| Tracklist |
01:Another White Mammoth On The M1
02:Let Me Out!
03:Thirty Pieces Of Silver
04:Long Time Coming
05:Political Animal
06:Dark Storm
07:Hot Wires
08:Always And Forever
09:Radio Introduction
10:Can't Take The Hurt
11:Tonight
12:Bad Times
13:The Three Wishes Suite (from DFS) - Bet You Wish
14:Bet You Wish Too
15:Bet You Didgeridoo
16:Friday Rock Show Promo Tracks
17:Fatman
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Externe Links:
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