Swing Punk? Wolfgang Parker? "Room Nineteen"? Unbekannte Punkte in Koordinatensystem der Musik, die es gilt, an die Öffentlichkeit zu befördern.
Spätestens, wenn man nach gut sieben Minuten beim Titeltrack des Albums angekommen ist, hat es einen gepackt. Da ist dieses Gefühl, von der Musik mehr hören zu wollen. Bei 19 Songs und einer Stunde Spielzeit hat man ja reichlich Gelegenheit dazu und der Hörer wird nicht enttäuscht werden.
Das, was der Bassist und Sänger Wolfgang Parker zusammen mit Alan Mauger (Gitarre) und Aaron Apter (Schlagzeug) mit "Room Nineteen" serviert, ist ansteckende, gute Laune verbreitende Musik.
Treibende Rhythmen, emotionsgeladener Gesang, herrlich krachende Leadgitarre: Die Musik ist eine Melange, die überzeugend präsentiert wird.
Wenn Alan Mauger dann im locker groovenden "Lonely Just Like Me" auch noch den Bottleneck zum Einsatz bringt, ist man hin und weg.
Der Name Wolfgang Parker muss abgespeichert werden. Er injiziert seinen ausnahmslos selbst geschriebenen Songs eine mehr oder weniger große Dosis Swing/Swing Jazz der 30er-/40er-Jahre und kombiniert das mit einem powernden Rock'n'Roll.
Durchgehend haben die Tracks einen hohen Level. 19 Räume, in denen man sich wohlfühlen muss.
Ob Hochoktaniges oder verträumte Balladen, Parker gelingt es immer wieder, Songs vom Feinsten zu arrangieren. Mit einer fast durchgängigen Spielzeit von ca. drei Minuten sind die Stücke auf den Punkt gebracht.
In "To Say You Love Me" lässt Alan Mauger seine elektrische Gitarre so richtig rockig klingen. "Blood Red Water" ist eine emotionale Vorzeige-Ballade, in der das Trio brilliert.
Mit spielerischer Leichtigkeit werden viele Nummern zum Abtanzen geeignet sein. Mit jedem einzelnen Track bringen sich die drei in Position und haben eine starke Szene nach der anderen.
"Room Nineteen" strotzt nur so vor Eigenständigkeit, Abwechslungsreichtum und musikalischer Klasse, dass es eine wahre Freude ist. Einerseits hingebungsvoll, andererseits mit geballter Kraft, fesselt einen Parker an die Boxen.
Das Trio glänzt durch eine perfekte Chemie, denn Wolfgang Parker und seine Band sind bereits seit 12 Jahren aktiv.
"Sing Baby Swing", ein herrlich relaxter Song, in dem Alan Mauger die halbakustische Gitarre, ganz im Sinn des Titels, swingen lässt. Ganz großes Tennis ist "The Mice, The Demons And The Piggies" mit Parker am Kontrabass. Wer spielt hier das vortrefflich klimpernde Piano?
"Mata Hari" ist wieder so ein groovendes Ding und und zu guter Letzt rockt "It Always Ends" wie Sau.
"Amor Perdido": Überraschung, denn Parker singt wirklich italienisch.
Mit dem, was Wolfgang Parker auf "Room Nineteen" an Musik bietet, wird er live jedes Publikum begeistern und das ohne Gebläseabteilung.
Wolfgang Parker ist das Ausrufezeichen der letzten Tage, in denen so einiges auf dem Schreibtisch 'landete'.
Bleibt nur noch zu wünschen, dass Parker mit "Room Nineteen" auch in Europa Fuß fasst. Das Album bietet eine prächtige Basis dafür…
Line-up:
Wolfgang Parker (vocals, bass, acoustic guitar)
Alan Mauger (electric guitar, backing vocals)
Aaron Apter (drums, shaker)
Tracklist |
01:Among The Ash Heaps (And Millionaires) (2:26)
02:Shiseido (The Fall) (2:21)
03:Room Nineteen (2:35)
04:The Heat (2:22)
05:Mata Hari (2:54)
06:Half Way Around The World (2:43)
07:Sing Baby Swing (3:01)
08:The Mice, The Demons And The Piggies (3:40)
09:Lonely Just Like Me (2:41)
10:I Could Be You (1:55)
11:Whisper Something German (3:57)
12:Someone New (2:59)
13:Blue And Grey (3:32)
14:The Crash (5:04)
15:To Say You Love Me (3:11)
16:Amor Perdido (3:03)
17:Blood Red Water (3:06)
18:English Lover (3:08)
19:It Always Ends (4:18)
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Externe Links:
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