'R' steht für Prince Robinson.
'B' steht für Colin Bass.
'C' steht für Denis Clement. Bei Bass klingelt es natürlich im Oberstübchen.
Er ist ein Camel-Reiter und Clement ebenfalls, allerdings erst seit diesem Jahrtausend.
Prince Robinson hat in Berlin eine neue Heimat gefunden und vorliegendes Album wurde auch dort aufgenommen. Wenn man genauer hinsieht, ist bis zum Logo und Design alles in Berlin entstanden.
Robinson hat bereits drei Alben veröffentlicht und sich auch als Session-Musiker in der LA-Gegend einen Namen gemacht. So findet er sich unter anderem im Dunstkreis der David Garfield Fusion-Band Karizma wieder. Frühere Kontakte bestanden zu Ike Turner und Dizzy Gillespie.
Prince Robinson hat, wie gesagt, drei Alben veröffentlicht und die musikalische Ausrichtung von "Burning Desire", "Almost From Sunrise" sowie "Expiation" spiegelt den Hintergrund der vorliegenden Platte wider: Rock, Blues als auch klassische Arrangements.
So gibt es "Bach In The Old Chorale" oder ein von William Byrd, einem Komponisten zu Lebzeiten von William Shakespeare, geschriebenes "Domine Secundum".
Beide Stücke werden mit der akustischen Gitarre gespielt und sind im Umfeld von rockigen sowie bluesigen Nummern eine sehr gute Auflockerung.
Colin Bass hat zwei Songs beigesteuert:
Einerseits ein schwer rockend beginnendes "No Way Back", das insgesamt mit der Dynamik spielt, ruhigere sowie flottere Parts reihen sich wie Perlen zu einer Kette auf und Clement aktiviert schon mal die Double Bass. Der Refrain wird zum geschmeidigen Hinhörer, bei dem die 'uhs' und 'ahs' ihren Anteil beisteuern. In der letzten Minute kennt das Trio kein Pardon, da wird heftig gerockt und Robinson traktiert die Saiten seiner Gitarre. Anderseits "Hard To Say Goodbye", eine herrliche Rock-Ballade vor dem Herrn.
Sanft, wie durch Nebel, schleicht einem der Song in die Gehörgänge. Die Gitarren klingen zeitweise twinig und Drummer Denis Clement sorgt für herrlich akzentuierte Momente.
Beim längsten Track der Platte darf sich Robinson auf seinem Arbeitsgerät natürlich etwas ergiebiger austoben. Mittendrin wird die Nummer für einen Augenblick sphärisch. Die 6-Saiter-Töne klingen wie Keyboards und dieser Teil dient als Bridge zu einem abermals rockigen Angang. Hier steht der Wah Wah-Sound im Vordergrund und das Trio erweist sich als mit allen Wassern gewaschen. Das Zusammenspiel der drei Musiker ist perfekt.
Es gibt aber nicht ausschließlich Stücke mit Gesang.
Die Instrumentals haben es ebenfalls in sich. So zum Beispiel "Bullet For Lisa". Eine Robinson-Komposition mit ähnlichem Gewand, wie bereits erwähnt: Rock und Ruhiges geben sich die Klinke in die Hand und um dem Leser eine Vorstellung von diesen Stücken zu geben, kann die Musik eines Carl Verheyen heran gezogen werden.
"Frontline" deckt die 12-Takter-Abteilung des Trios ab.
Ein Slow-Blues, den man gerne auch öfter hören möchte. In seiner Anlage groovt die Nummer sehr dezent und, wie in vielen anderen Stücken, hat Robinson das Overdubbing eingesetzt, denn es sind mindestens zwei Gitarren zu hören. Manchmal klingt es auch wie eine Harfe.
Bei dem musikalischen Background der Rhythmusabteilung wäre es ein Ding, wenn man sich nicht ein Camel-Stück gekrallt hätte. Ganz zum Schluss gibt es "Cloak & Dagger Man".
Diese Fremdkomposition reiht sich nahtlos in den oberen Bereich der Qualitätsskala ein und summa summarum ergibt sich für die vorliegende Platte ein sehr positiver Eindruck.
Die 43 Minuten Gitarren-Rock mit wenigen Ausflügen in den klassischen Bereich sind sehr hörenswert.
Der Sound des Silberlings ist einfach toll und verfügt über die für solche Musik nötige Transparenz.
Line-up:
Prince Robinson (guitar, vocals)
Colin Bass (bass, vocals)
Denis Clement (drums)
| Tracklist |
01:In Effigy (1:48)
02:Bullet For Lisa (6:04)
03:Bach In The Old Chorale (0:27)
04:Frontline (4:32)
05:No Way Back (6:44)
06:Domine Secundum (1:54)
07:Bleed To Understand (4:58)
08:Monsters At Your Feet (1:40)
09:Hard To Say Goodbye (8:42)
10:Not To Be (2:17)
11:Cloak & Dagger Man (4:00)
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Externe Links:
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