Wir haben die Ehre, an dieser Stelle eine ziemlich durchgeknallte Truppe vorzustellen. Wie behämmert, fällt sogleich beim Studium des Begleitschreibens auf, das wahrscheinlich erst ab 1,5 Promille lesbar wird, und setzt sich beim Bandfoto fort. Zwei Gitarristen, der eine zusätzlich mit einer Bassdrum - der andere mit Fußpedal-Snare und einer Hi-Hat bewaffnet, und ein Kontrabassist. Fertig ist der Lack.
Bandname und Coverfoto verraten es wohl auch einem Tauben: Hier wird Countrybilly und Cowpunk, angereichert mit den üblichen Zutaten, wie Rock'n'Roll und den drei Heiligen Billys (Rock-, Psycho- und Hillbilly), zelebriert. Vielleicht nicht ganz so rotzig wie bei den
Hickoids, aber trotzdem auf Spitzenniveau angesiedelt!
Die oben genannten 'Cerealien' werden - szenetypisch - in ziemlich kompakten Songs runtergerockt und -geprügelt. Dabei lüften gerade "Damn The Damage" und "Looose" ähnlich gnadenlos die Hirnschale wie "Black Valley River" von den Labelkollegen
Dinosaur Truckers, um mal einen prägnanten Vergleich zu bemühen. Genauso atemberaubend präsentieren sich die Hillbilly-Knaller "Rosemary" und "Chickenstew". Das Tanzbein zuckt, die Schmalztolle wippt zu Rock-a-Rollern wie "Professional Feeder" oder Uptempo-Bluegrass-Nummern wie "Bad Luck & Trouble".
Nicht ein kompositorischer Ausfall ist für "Bucking" zu verzeichnen. Die Musik packt beherzt 'zwischen die Schenkel' - die beiden Sänger,
Joost Dijkema und
Michiel Hoving verfügen über das genau passende 'Mundwerk'.
Wer Szene-Legenden wie
The Waltons oder
The Cramps, meinetwegen auch die unnachahmlichen
White Cowbell Oklahoma und die anderen Konsorten, über alle Maßen schätzt, sollte den
Reverse Cowgirls mal dringend mindestens eines seiner Ohren leihen...