Der Musiker und Songwriter Keaton Simons hat durchaus schon mit großen Namen zusammengearbeitet, selbst wenn man diese aufgrund des dargebotenen Musikstils auf dem hier vorliegenden Album nicht unbedingt vermuten würde. So war er als Studiomusiker unter anderem bereits mit den Black Eyed Peas oder auch Snoop Dog sowie Gnarls Barkley tätig. Aber auch solo hat er bereits an die zehn Veröffentlichungen auf dem Markt.
Das neue Album "Beautiful Pain" hat recht wenig mit der Mucke der oben genannten Acts zu tun. Vielmehr handelt es sich bei den dreizehn neuen Songs um gut komponierten, eingängigen Radio-Pop/Rock, der des Öfteren sowohl auf Elemente der Soulmusik zurückgreift als auch die Singer/Songwriter-Schiene bedienen kann. Den Löwenanteil können jedoch melodische und - um dieses böse Wort mal zu verwenden - mainstreamige Midtempo-Nummern für sich verbuchen. Ein feines Piano trägt das mit souligem Gesang vorgetragene "If I Hadn't Forgotten", das dazu von der ganzen Band musikalisch unterstützt wird.
Bei "Is There Any Other Way" (und auch beim Titelsong) klingt Simons - zumindest in den Strophen - von der Melodieführung bzw. dem Gesang an sich - sehr stark nach Cat Stevens. Apropos Titelsong: Dieses Stück wäre geradezu prädestiniert für die erste Single-Auskopplung. Ein sehr eingängiger Refrain setzt hier die Krone auf einen ganz organisch und erdig produzierten Track, der sehr angenehm zu konsumieren ist. Das erstgenannte Stück fließt über einen breit ausgelegten Keyboard-Teppich, während der Gesang sich im Refrain in sehr emotionale Gefilde begibt. Ebenfalls ein Gewinner!
Irgendwas, wenn es auch nur ein ganz kleines Puzzle-Teil sein mag, fehlt mir bei dieser Scheibe aber trotzdem. Möglicherweise hätte dem einen oder anderen Song mit einer elektrischen Gitarre noch ein kleiner Tritt in den Allerwertesten gegeben werden können. Ganz sicher reine Geschmacksache, denn wie bereits erwähnt sind sowohl die Kompositionen als auch die Produktion sowie die Arrangements durchaus gelungen und die Songs haben fast durch die Bank Hit-Charakter. Nur ein weiteres Beispiel dafür ist "Other Side", das - falls es auf die Playlisten der Radiostationen kommen sollte - hohe Erfolgschancen haben dürfte.
Keaton Simons ist vielseitig, was er zum Beispiel auch durch die Reggae-Nummer "Save Me From Myself" unter Beweis stellt. Puristen hinsichtlich dieses Stils dürften mit dem Stück zwar nicht unbedingt glücklich werden, dennoch hat der Protagonist auch hier alles im Griff und begibt sich weder auf dünnes Eis, noch in Sphären, in denen er sich nicht auskennen würde. Ebenfalls noch erwähnt werden sollte "Thrill Of It All", das nicht nur durch seine starke Hookline hervorsticht, sondern gleich doppelt (einmal elektrisch und einmal akustisch) vertreten ist.
Letzten Endes kann man Keaton Simons bezüglich "Beautiful Pain" bescheinigen, ein sehr ordentliches Pop/Rock-Album (mit der Betonung auf Rock) abgeliefert zu haben, bei dem er so ziemlich alles richtig gemacht hat. Die paar kleinen Makel, die ich für mich selbst ausmache, sind rein dem eigenen Gusto geschuldet und mögen von anderen Hörern eventuell vollkommen differenziert betrachtet werden. Insgesamt also eine sehr runde Sache!
Reinhören lohnt sich allemal! Meine Anspieltipps wären "Thrill Of It All", "Beautiful Pain", "Save Me From Myself" oder auch "Hearts Don't Break Themselves".
Line-up:
Keaton Simons (lead vocals, guitars, bass, piano, organ, keyboard)
Robin DiMaggio (drums)
Mit:
Alex Al (bass - #1)
Jay 'Wallstreet' Ollero (beatbox - #5)
Zac Rae (additional keyboards - #2,5,7)
Mikal Blue (mandolin & piano - #8)
Bill Churchville (trumpet & trombone - #2,9)
Sean Holt (saxophone - #2,9)
Lenny Castro (percussion - #6)
Tyler Hilton (piano & background vocals - #13)
Mona Tavakoli (cajon & background vocals - #14)
Tracklist |
01:Thrill Of It All
02:You're The Spark
03:If I Hadn't Forgotten
04:Beautiful Pain
05:Black & White
06:Hearts Don't Break Themselves
07:Is There Any Other Way
08:Other Side
09:Save Me From Myself
10:Gonna Shine Brighter
11:Drive Away
12:Come Back Around
13:Inspiration
14:Thrill Of It All (Acoustic Version)
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Externe Links:
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