Spero Promitto Iuro (SPI) wurde 2012 gegründet. Der Gitarrist und Sänger Conque spielte vorher bei Black Steel Chains und Jack zupfte die dicken Saiten bei Storm. Er wechselte bei SPI dann zum Schlagzeug. Jure übernahm den Bass und schließlich gesellte sich 2013 noch Gitarrist Bill Lee zur Combo, um das Quartett zu vervollständigen.
Nach einer Demo-Veröffentlichung ist "Zero" das erste reguläre Album der Formation aus dem italienischen Triest.
Auf der Booklet-Rückseite steht eine schöne Gedanken-Kombination: »Freedom is God ... God is love ... Rock'n'Roll is freedom ... so Rock'n'Roll is God.«
Rock'n'Roll kann ja viel bedeuten. Spero Promitto Iuro ist Vertreter des heftigen Stoner Rock mit deutlichen Metal-Anteilen. Die Gitarren sorgen für ständigen Alarm und Schlagzeuger Jack dient sein Instrument als eine Art Fitness-Bude. Fünf Songs sind dazu angetan, sich als dem Hörer ein Bild von SPI zu machen. Fünf Songs, die voller Energie und Dynamik sind. Die Gruppe gönnt einem kaum eine Ruhepause.
Conques Gesang driftet häufig in untergründigen Bereich der Growls ab. Eine durchaus passende Variante, die der furiosen Musik Nachdruck verleiht. Klar, die Gitarren sind allgegenwärtig und in ihrer Auslage von Heftigkeit geprägt.
Da gibt es kein Vertun, auch wenn der Opener "N. 4" mit verwurzelten Blues-Schemata zunächst rockig daherkommt, ist der Rest der Nummer schon von gestählt-eingängiger Härte geprägt. Wenn sich Conque für die gesanglich-aggressive Stimmung entscheidet, bleibt die Verständlichkeit der Texte relativ auf der Strecke. Trotzdem gut! Der erste Track ist klasse!
"Carwash" überzeugt mit vielen Breaks und Wechseln im Tempo. Das PS-starke Gefährt ist relativ schnell wieder bei der Waschstraßenausfahrt angekommen. Die riesigen Gitarren-Bürsten rotieren mit hoher Geschwindigkeit und für den Fön-Gang ist man mit einem feinen Sechssaitersolo zur Stelle.
Das Titelstück "Zero" hat da schon einen längeren Atem. Sechs Minuten gönnt sich Spero Promitto Iuro hier. Da zeigt der Mann auf dem Coverbild die Pommesgabel und die kann man durchaus beidhändig hochhalten, wenn die Combo diesen Track ins Metal/Stoner Rock-Rennen schickt. Schön groovende Gitarrenriffs füllen die Szenerie und unüberhörbar ist der staubtrockene Bass von Jure. Hier ein Gitarrensolo, da der engagierte Gesang von Conque. Eine Nummer zu der man durch die unterschiedlichen Tempi schnell Zugang findet. Auch über eine längere Spieldistanz kann SPI überzeugen. Soli werfen ihre Schatten bis zum Blues.
Zu Beginn ist "Yellow Like Jack" eine äußerst rhythmisch betonte Angelegenheit. Stakkato-Riffs, zum Teil eruptiv aus der Stoner Rock-Hölle emporschießend machen Laune und dann gibt es ein verdammt überraschendes Intermezzo der schon rock-poppigen Art. Über diese Nummer kann man, wie auch bei den vorherigen Songs, nicht meckern. Gut gemacht Spero Promitto Iuro!
Jetzt wird aber eingeheizt. SPI verpulvern die verbliebene Metal-Energie komplett bis zum letzten Tropfen im abschließenden Track des Albums. "Never Surrender" ist Speed Metal/Stoner Rock aus den Düsen eines Jets. Kurz vor Ende gibt es eine Milderung der Action, nur um in den verbleibenden zirka zwanzig Sekunden nochmals voll auf das Gaspedal zu treten.
Spero Promitto Iuro bieten auf "Zero" gute Abwechslung und die knapp zweiundzwanzig Minuten Stoner Rock mit einer ordentlichen Zugabe Metal-Späne lohnen sich.
Line-up:
Conque (guitar, vocals)
Bill Lee (guitar)
Juri (bass)
Jack (drums)
Tracklist |
01:N. 4 (4:19)
02:Carwash (3:40)
03:Zero (6:00)
04:Yellow Like Jack (4:27)
05:Never Surrender (3:33)
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