Behelfsanfang: Die
V8Wixxxer wurden 2007/08 als Nebenprojekt der Offenbacher Punk'n'Roll/Hard Rock-Mucker
V8 Wankers gegründet, mit dem Ziel, die englischen Songs der Hauptband in deutschsprachigem Gewand zu präsentieren. Das Debütalbum
Wixxxer ohne Grund (kam ebenso über das Remedy-Sublabel Rude Records) hat Kollege und eigentlicher Punk Rock-Experte
Moritz damals ja als eher weniger gut empfunden, aber auch bei
RockTimes sind die Geschmäcker wie Anal-Öffnungen: Jeder hat eine!
Mit "Riecht nach Friedhof" folgt nun, vier Jahre später, Teil zwei dieses Projektes. Und wieder einmal haben die lärmenden Freunde überdimensionierter Benzinschlucker zwölf Tracks eingedeutscht, was ihnen zum wiederholten Male verdammt gut gelungen ist. Meines Erachtens ist dieser Silberling sogar noch besser als Part Eins! Dieses Mal gibts unter anderem Neuinterpretationen der "The Demon Tweak"-Feger "San Francisco" ("Meine Disko San Francisco"), "I Got The Hammer Down" ("Rangehn, rangehn") und "Bad Ass Boys (Drive Bad Ass Toys)" ("Böse Buben steh'n auf dicke Hupen") oder dem "Blown Action Rock"-Track "Bad Ass/SS" ("Super Sport Teil").
Die Übersetzung ist zwar meist nicht exakt vorgenommen worden und teilweise wurden die Bedeutungen auch ganz schön verdreht, doch die Songtexte sind bei
Lutz Vegas sowieso immer mit einem leicht zwinkernden Auge zu sehen, da Humor bei dieser Band an hoher Stelle steht. Wer trotz der muttersprachlichen Lyrics jetzt eine gewisse Nähe zu den
Böhsen Onkelz erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Auf musikalischer Ebene wird der Hörer nach wie vor an Bands wie
Rose Tattoo oder
Motörhead erinnert. Man könnte auch sagen: Es klingt, als wäre
Angry Anderson ein Hesse!
Als Bonustrack gibt's mit "Videorama Mama" ein punkiges Glaubensbekenntnis an die gleichnamige Porno-Firma, die seit ein paar Jahren sogar ganz offiziell eine Zusammenarbeit mit unseren hessischen Freunden eingegangen ist. Das 'i-Tüpfelchen' ist - wie bei allen anderen Platten dieser Combo - der furztrockene, ultra-fette, erneut von Ex-
Grave Digger-Tieftöner
Uwe Lulis in Szene gesetzte Sound, der mächtig in die Eier tritt!
Kurz: "Riecht nach Friedhof" ist der ideale Soundtrack, um während einer lauen Sommernacht Sonntag Morgens um 2 Uhr mit seinem Auto, aufgedrehten Boxen und weit aufgerissenem Fenster durch deutsche Großstädte zu cruisen! Definitiv eine
Acht-Punkte-Platte!