|
»We love your bellies.« Dieser Spruch ziert die Homepage des Trios bellylove aus Los Angeles. Zwei Frauen und ein Mann wirbeln ordentlich Staub auf. Lisa Black spielt Gitarre, Toni Valenta zupft den Bass und singt, Adam Steinberg sitzt am Schlagzeug. In den Achtzigerjahren war Lisa Black Mitglied der Punk-Band The Pandoras. Hier und da schimmert der aufmüpfige Sound des Genres durch, obwohl bellylove weitestgehend für Blues-orientierten Rock steht.
Bei der Combo kamen und gingen so einige Musiker wie zum Beispiel Clint Davidson, Becky Wreck (Lunachicks/Uncle Becky), Chris Russo, Dave Norwoods (Funk Savers) und Sheri Weinstein (The Pandoras/Hardly Dangerous).
Neben fünf Eigenkompositionen, die allesamt ziemlich gut das Gemüt des Hörers in Bewegung bringen, macht bellylove auf "Circles And Darkness" keinen Hehl daraus, wer alles zu den Vorbildern oder Favoriten zählt. Musikalisch werden A Taste Of Honey, Black Sabbath, Cheech & Chong, Pink Floyd sowie Frank Zappa zitiert beziehungsweise genauer gesagt interpretiert. Außerdem mag man Led Zeppelin, Bonnie Raitt oder Neil Young oder ZZ Top. Mit ihren Liveauftritten reiste bellylove die Bay Area rauf und runter. Als Supportband stehen Ani DiFranco, Stephen Pearcy und C.C. DeVille auf ihrer Visitenkarte.
Bei allem Augenmerk auf die Coversongs steht fest, dass bellylove durch die Eigenkompositionen einen sehr positiven Eindruck hinterlässt. Wenn man eine fette Gitarre spielt und es ordentlich rockt, dann heißt die Devise bellylove. Obendrauf serviert man uns den Blues Rock auch noch mit dem Bottleneck und Toni Valenta unterstreicht das ganze Treiben noch durch ihren guten Gesang.
Bei dem wilden Mix aus Coversongs geht es verdammt flott zu und bellylove ist versiert im zwischen den Zeilen Lesen. So kommen die Interpretationen frisch und hörenswert rüber und total verblüfft ist man, wenn Pink Floyd phasenweise in ein rastalockiges Reggae-Gewand gesteckt wird. Auch sonst kann man über die kaltschnäuzige Art im Umgang mit fremden Kompositionen nicht meckern.
Zur dreckigen Harke wird die ganze Angelegenheit bei einem Medley, in dem die beiden Frauen und der Mann vom musikalischen Ursprung her frech gleich verschiedene Stile wie Disco, Heavy- beziehungsweise Freak Rock shakern. Oder die Combo hat die Stirn und würfelt den Tiefdruck-Rock von Cheech & Chong mit Frank Zappas Apostrophe. Auf bellyloves Art und Weise lässt die Band schöne Erinnerungen aufleben. Dabei zappeln die Glückshormone durch den Körper.
"Circles And Darkness" ist nicht der erste Tonträger von bellylove. Schon 1998 erschien "Belly Love", die EP "High On The Wagon" folgte 2005 und 2008 hieß es dann "Love, Peace & Understanding".
Mit "(If You) Can't Fix Me" und "Stride Song" serviert bellylove zum Abschluss zwei klasse eigenen Songs. Treibender Rock, verwurzelt im Blues, macht die Scheibe zu einer runden Angelegenheit. Je öfter man der Platte seine Aufmerksamkeit widmet, desto mehr Feinheiten kommen ans Tageslicht. Toni Valenta ist eine Sängerin mit einer ordentlichen Röhre. Bei Bedarf darf es auch ruhig einmal sexy klingen.
bellyloves "Circles And Darkness" ist gut. Mehr davon!
Line-up:
Lisa Black (guitar)
Toni Valenta (vocals, bass)
Adam Steinberg (drums)
| Tracklist |
01:Circles And Darkness (3:01)
02:Boogie Oogie Oogie (1:08)
03:War Pigs (0:17)
04:Magic Fingers (Medley) (2:20)
05:Stumble (2:19)
06:Schmo Boy (2:29)
07:Earache My Eye (1:00)
08:Apostrophe (Medley) (1:02)
09:Earache My Eye (Ending) (0:09)
10:Pigs (6:48)
11:Time (3:15)
12:Breathe (Medley) (1:02)
13:(If You) Can't Fix Me (2:30)
14:Stride Song (2:53)
|
|
Externe Links:
|